Rückschau Herbstprogramm 2026
AUTOR: MTR
GRÄFELFING, 15.10.2026
Die Literarische veranstaltete im Herbst 2026 für ihre Mitglieder und ihre Gäste erneut acht literarisch sehr wertvolle, informative und auch sehr spannende Abende.
Wien ohne Wiener – Eine kleine Kreisleriana
Gerold Huber und Franz Moser geben Wiener Chansons und literarischem Schmäh

Franz Moser und Gerold Huber (Bild: Autor)
Unser Mitvorsitzender, Herr Dr. Klaus Stadler, begrüßte herzlich um die 180 Mitglieder und Gäste in der Aula des KHG in Gräfelfing. Pianist Gerold Huber und Rezitatir Franz Moser boten einen faszinierenden Streifzug durch die Welt des Wiener Chansongs: mit Gesang und am Klavier. Mit ihrem Sprachwitz, ihrem tiefstinnigen schwarzen Humor und der virtuosen Musik befreiten sie Wiener Schmäh von seiner angestaubten Patina.
Ein Streifzug durch Musik und Literatur
Das Team vom KHG machte uns eine überraschendes Geschenk: der sonst kahlweiße Bühnenbereich in der Aula verwandelte sich dank einer vollständig dunklen Abhängung und des Flügels in eine nahezu vollwertige Kleinkunstbühne.
Hier begegneten sich die musikalische Tradition Wiens und die Fähigkeit gesellschaftliche Konventionen ("... Advokaten, Diplomaten und Regierungsräte...") flüssig und leicht aufs Korn zu nehmen. Zum Beispiel mit Lieder wie „Der Staatsbeamte“, „Der General“ und „Der Musikkritiker“. Neben den satirischen Chansons hörten wir auch klassische und romantische Klavierstücke.

Mischpult, unsere Gäste und Mitglieder.
Darunter war ein Walzer von Erich Wolfgang Korngold und ein auf Rachmaninow zurückgehendes Liebeslied in einer Bearbeitung von Georg Kreisler.
Der Blick des Autors
Der Abend konnte einen in der Tat umwerfen!
Der Abend zeigte, dass die Wiener Kultur keineswegs nur seilige Walzer, alte Kaffeehäuser die kaiserliche Verblichenheit umfasst, die uns heute nichts mehr sagt.
Hinter der liebenswürdigen Fassade verbirgt sich eine erstaunlich widerborstige literarische Tradition. Kreisler selbst ist natürlich kein umumstrittener Künstler. Sein gnadenlos kritischer Blick auf Wien unterscheidet sich oft von der verklärenden Romantik auf untergegangene Kaiserreich.
Wir danken dem Münchner Merkur herzlich für seine engagiert Berichterstattung.
Am Ende doch rätselhaft: die beiden Künstler. Trotz standig ovations keine Zugabe.
Das Programmblatt spendieren wir gern: Klick auf das Bild und Download.

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Zum Themenbereich Szenische Kunst.
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Veranstalter: Literarische Gesellschaft Gräfelfing – "www.literarische.de“
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