Donnerstag, 26. April 2018
20 Uhr

 

Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz  


Prof. Dr.
Norbert Frei

Zeithistoriker


Foto: © Luisa Reichstetter

1968:
Jugendrevolte und globaler Protest

1968: Studentenbewegung, sexuelle Revolution, antiautoritäre Proteste, Popkultur. Norbert Frei beschreibt die Geschichte der weltweiten Revolte.

Eintritt: 10 €
Schüler und Studenten: 5 €
Schülergruppen: 3 € pro Person
M
itglieder: frei

 

Der Beginn des Protests liegt jetzt ein halbes Jahrhundert zurück. Deshalb hat Norbert Frei sein viel beachtetes Buch „1968“ aktualisiert und erweitert. Der international renommierte Zeithistoriker gibt darin einen umfassenden Überblick zur weltweiten Jugendrevolte, die eine antiautoritäre Gesellschaft jenseits des Kapitalismus zum Ziel hatte.

In seinem Vortrag stellt Frei die Ereignisse in Deutschland in den internationalen Zusammenhang. Er schildert die Anfänge der Bewegung in den USA, die Ereignisse in der westlichen Welt und für kurze Zeit auch hinter dem Eisernen Vorhang. Vor allem stellt er die Jahre des Protests in der Bundesrepublik dar, an deren Anfang die Unzufriedenheit über die „unbewältigte Vergangenheit“ stand. Angesichts politischer Veränderungen wird es gerade jetzt wichtig, sich mit „1968“ und den politischen Folgen zu beschäftigen.

Norbert Frei
gehört zu den renommiertesten Historikern der Bundesrepublik. Er stammt aus Frankfurt am Main, arbeitete am Münchner Institut für Zeitgeschichte, war bis 2005 Professor an der Universität Bochum. Er ist Lehrstuhlinhaber für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und leitet das „Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts“. Als Fellow bzw. Gastprofessor war Frei u.a. am Institute for Advanced Study in Princeton, an der New School for Social Research in New York und an der Hebrew University in Jerusalem tätig. Er schreibt regelmäßig für die “Zeit” und die “Süddeutsche Zeitung”. Bücher vor allem zur NS-Zeit.


Veröffentlichungen (Auswahl): ›Nationalsozialistische Eroberung der Provinzpresse‹ (1980); ›Amerikanische Lizenzpolitik und deutsche Pressetradition‹ (1986); ›Journalismus im Dritten Reich‹ (3. Aufl. 1999, mit J. Schmitz); ›Der nationalsozialistische Krieg‹ (1990, Hrsg. mit H. Kling); ›Medizin und Gesundheitspolitik in der NS-Zeit‹ (1991, Hrsg.); ›Geschichte vor Gericht‹ (2000, Hrsg. mit D. v. Laak und M. Stolleis); ›Bertelsmann im Dritten Reich‹ (2002, Mitverf. und Mithrsg.); ›Verbrechen erinnern‹ (2. Aufl. 2005, Hrsg. mit V. Knigge); ›1945 und wir‹ (2005). Bei dtv erschienen ›Der Führerstaat‹ (8. erw. Auflage 2007); ›Vergangenheitspolitik‹ (2. Aufl. 2003), ›Hitlers Eliten nach 1945‹ (2. Aufl. 2004, Hrsg.), die Reihe ›20 Tage im 20. Jahrhundert‹ (Hrsg. mit K.-D. Henke und H. Woller), ›Das Dritte Reich im Überblick‹ (akt. Neuaufl. 2007, Hrsg. mit M. Broszat) und ›1968. Jugendrevolte und globaler Protest‹ (2008). aktualisierte Neuausgabe 2017.

68er-Bewegung – Wikipedia

           
50 Jahre 1968          

                            

"1968 – das Jahr, das angeblich alles verändert hat – begann im späten Frühjahr 1967 und währte etwa achtzehn Monate."



Klappentext


Ein deutscher Sonderweg?    Die bundesrepublikanischen Achtundsechziger im internationalen Kontext.

Die Chiffre »68« steht für ein Jahrzehnt der Rebellion. Nicht nur in der Bundesrepublik, sondern in ganz Europa und rund um den Globus erhob sich damals eine kritische Jugend, einen kurzen Sommer lang sogar hinter dem Eisernen Vorhang. Norbert Frei sieht die Anfänge der bundesdeutschen Protestbewegung nicht zuletzt in der Diskussion um die NS-Vergangenheit, die in den frühen 1960er Jahren Fahrt aufnahm. Zunächst im Rahmen von universitären Ringvorlesungen, bald aber auch darüber hinaus, konfrontierten die Studenten ihre akademischen Lehrer mit der Forderung, aus ihrem Versagen im „Dritten Reich“  politische Konsequenzen zu ziehen. Der internationale Vergleich legt freilich nahe, die Außerparlamentarische Opposition auch in anderen Kontexten zu verstehen: Was die jungen deutschen Linken mit ihren westeuropäischen und amerikanischen Kommilitonen verband, war der Protest gegen den Vietnam-Krieg und die Solidarität mit der „Dritten Welt“ - und der Glaube an eine antiautoritäre Zukunft jenseits des Kapitalismus. Sexuelle Revolution, Popkultur, Autoritätskritik: 1968 hatte viele Gesichter. 1968 steht für ein rebellisches Jahrzehnt. In der Bundesrepublik, in Europa und rund um den Globus waren damals Hunderttausende auf den Straßen. Ein neues Lebensgefühl breitete sich aus, einen kurzen Sommer lang sogar hinter dem "Eisernen Vorhang". Die Unruhe einer ganzen Generation hatte unterschiedliche Auslöser: in den USA vor allem den Vietnamkrieg, in Deutschland die "unbewältigte Vergangenheit", in Frankreich die neuen Universitäten. Der eindringliche Überblick von Norbert Frei stellt die deutsche Studentenbewegung in jenen internationalen Zusammenhang, aus dem heraus vieles überhaupt erst zu verstehen ist.
Norbert Frei SZ "Die wilden 67er" - Literaturkritikperlentaucher - Rosa Luxemburg Stiftung - uni jena - Ö1 - der Freitag - Helmut A. Mueller - tabula rasa - sehepunkte - SWR1 Leute 4.1.18 - Paris im Mai -

SZ:
Ein flottes Urteil über die "68er" geht vielen über die Lippen, doch oft übersteigt die Größe der Verlautbarung das tatsächliche Wissen. Die kundige, kondensierte Schilderung der Ereignisse durch den Historiker Norbert Frei kann zum 50. Jubiläum Abhilfe schaffen.


http://www.bpb.de/cache/images/1/65361-dk-.jpg?042A8

68er Bewegung - Süddeutsche Zeitung.Serie:  - Die Studentenrevolte in Deutschland - Vom Schuss auf Benno Ohnesorg bis zum blutigen Terror der RAF - taz - Wikipedia - bpb Bundeszentrale für politische Bildung - Mediathek - Der Weg zu 68 - Trau keinem über 30 Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren -
Benno Ohnesorg † 2. Juni 1967 - Berliner Zeitung - Fotograf Jürgen Henschel - Zeit online -
Spiegel online - planet wissen - Funke, Feuer, Revolution - die 68er-Bewegung - heuteplus | ZDF - Deutsche Geschichten - Deutschlandfunk Kultur 50 Jahre 68er-Bewegung - Kein Ende der Faszination?  Alexander Kluge - Die Auslöser der 68er-Bewegung (Collage)  - BRD 68er-Bewegung youtube 23:44 - phoenix - Rudi DutschkeZu Protokoll: Günter Gaus im Gespräch mit Rudi Dutschke ARD am 3.12.1967 - AZ-Serie: München 1968 -


                                                                                          SZ vom 7. April 2018 (Ausriss)                                     
 
http://www.sueddeutsche.de/politik/was-war-was-bleibt--1.3933897


Begriffe und Namen, wichtige und unwichtige:
Vietnam Krieg / Benno Ohnesorg / Generation der Väter / Rudi Dutschke / Springer-Presse / Muff von 1000 Jahren / Kommune I / Rainer Langhans und Uschi Obermaier / Martin Luther King / Sechstagekrieg / Theodor W. Adorno / Daniel Cohn-Bendit / Fritz Teufel / Wenn's der Wahrheitsfindung dient / Beate Klarsfeld / Herbert Marcuse / Spassguerilla / Prager Frühling / Joschka Fischer / Make Love Not War / Befreiungstheologie / Sex, Drugs and Rock and Roll / Horst Mahler / Globuskrawall Zürich / Joseph Beuys / Notstandsgesetze / Allen Ginsberg / Antiautoritäre Erziehung / Bob Dylan / Ho Ho Ho Chi Min / Die 68er gehen in Rente ...


Eine Unmenge von Büchern beschäftigt sich in diesen Tagen noch immer mit der 68er-Bewegung
(Auswahl)

  1968 in Berlin: Schauplätze der Revolte Ein historischer Stadtführer  1968: Eine Zeitreise (edition suhrkamp)
 Das rote Jahrzehnt: Unsere kleine deutsche Kulturrevolution 1967-1977 1968: Protest, Revolte, Gegenkultur 1968. 100 Seiten (Reclam 100 Seiten) 1968. Handbuch zur Kultur- und Mediengeschichte der Studentenbewegung 
https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/51yadd38kzL._SL150_.jpg
 
Das andere Achtundsechzig: Gesellschaftsgeschichte einer Revolte  Fast eine Revolution: Der Mai 68 in Frankreich 1968: Ein revolutionäres Jahr in Bildern Adorno für Ruinenkinder: Eine Geschichte von 1968  Cover https://www.perlentaucher.de/cdata/cover/0/50000.jpg https://www.perlentaucher.de/cdata/cover/2/49142.jpg Cover   
Berlin 1968: Die Studentenrevolte in Bildern. Mit einleitenden Texten von Eberhard Diepgen und Walter Momper

 
   
 
Cover
 


Norbert Frei
:

Uni Jena: Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte:
Curriculum Vitae - Wissenschaftliche Beiräte und Kommissionen - Buchveröffentlichungen - Herausgeberschaften - Ausgewählte Aufsätze -

Wikipedia - Die Zeit - Süddeutsche Zeitung - Der Spiegel - alpha forum -  bpb Bundeszentrale für politische Bildung: Mediathek - ARD panorama - Stern -

Bücher von Norbert Frei (Auswahl)

 
  

  
  

 




Petrograd, 25. Oktober 1917: Die Russische Revolution und der Aufstieg des Kommunismus. 20 Tage im 20. JahrhundertRom, 28. Oktober 1922. Die faschistische Herausforderung.Auschwitz, 17. Juli 1942 - Der Weg zur europäischen 'Endlösung der Judenfrage'

Hiroshima, 6. August 1945: Die nukleare Bedrohung. 20 Tage im 20. JahrhundertRom, 25. März 1957: Die Einigung Europas. 20 Tage im 20. Jahrhundert
 © Volker Wiciok/Lichtblick - www.lichtblicl-fotos.de                                                                                                                                              

"Revolution ist machbar, Herr Nachbar."