Zum Gedenken an
Dr. Mirok Li -
이미륵 (이의경)
Pseudonym; bürgerlich: I Ui-gyeong;
*
8. März 1899 in Haeju, heute Hwanghae-namdo in Nordkorea; † 20. März 1950 in Gräfelfing

Er berichtete 1939 bei der Literarischen Gesellschaft Gräfelfing
von seiner Heimat

 
 
Fotos von der Gedenkveranstaltung zum 62. Todestag am 24. März 2012 auf dem Friedhof in Gräfelfing

Quelle: http://mirokli.com/zbxe/Mirokli_board/77457
 
Freitag, 30. September 2011
Verleihung des Mirok-Li-Preises
2011
der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft

an den Vorsitzenden der Mirok-Li-Gedächtnisgesellschaft e.V
Herrn Song Joon-Kun
im Bürgerhaus in 82166 Gräfelfing


Münchner Merkur 04.10.2011


Münchner Merkur 29.09.2011

Fotos von der Festmatinee der Literarischen Gesellschaft Gräfelfing am 25.September 2011

Herr Song Joon-Kun und Herr Johng-Ho Nam überreichen der Literarischen Gesellschaft zu ihrem 90ten Geburtstag
vier Neuauflagen aus dem EOS-Verlag mit Texten von Mirok Li

Von links nach rechts: Dr. Klaus Stadler, 1. Vorsitzender der Literarischen Gesellschaft, Christoph Göbel, 1, Bürgermeister der Gemeinde Gräfelfing, Frau Dr. Brigitte Kracht, langjähriges Mitglied der Literarischen Gesellschaft, Max Gschneidinger, Vorstandsmitglied, Herr Johng-Ho Nam, Frau Elke Naeve, Leiterin der Gemeindebücherei Gräfelfing, Frau Dr. Friederike Tschochner, Leiterin des Gemeindearchivs Gräfelfing, Dr. Eberhard Reichert, Altbürgermeister von Gräfelfing. Herr Song Joon-Kun

        
Fotos von der Gedenkveranstaltung zum 61. Todestag am 26. März 2011 auf dem Friedhof in Gräfelfing

Münchner Merkur vom 04. November 2010

20. März 2010 - Gräfelfing
zum 60. Todestag von Dr. Mirok Li
        
Homepage der Mirok Li Gedächtnisgesellschaft






 
Münchner Merkur vom 22. März 2010
     

Gräfelfinger und Koreaner gedenken Mirok Li

Deutsch-koreanisches Miteinander (v.l.): Sung-Chun Kim (Vize-Generalkonsul aus Frankfurt),
2. Bürgermeister Peter Köstler, Young-Rae Li (Neffe von Li) und
Joon-Kun Song (Vorsitzender Mirok-Li-Gedächtnisgesellschaft). ©  Dagmar Rutt


Das bunt geschmückte Grab von Mirok Li auf dem Gräfelfinger Friedhof. ©  Dagmar Rutt


Der stellvertretende Generalkonsul Sung-Chun Kim nahm ebenfalls an der Zeremonie in Gräfelfing teil. ©  Dagmar Rutt


Traditioneller koreanischer Trommeltanz im Bürgerhaus: Sung-Hie Chin (l.) und Hyun-Suk Kang. ©  Dagmar Rutt


Gedenken an Mirok Li: Viel Anerkennung gab es für (v.l.) Stephanie Heckner (Bayerischer Rundfunk),
Ute Katharina Kampowsky (Schauspielerin) und Jonghan Lee (Regie),
die für die Verfilmung von Lis Werk "Der Yalu fließt" verantwortlich zeichneten. ©  Dagmar Rutt


Das Bürgerhaus war gut besucht, 2. Bürgermeister Peter Köstler (r.) repräsentierte die Gemeinde Gräfelfing. ©  Dagmar Rutt
 


Link zu den Bildern im Münchner Merkur


Graefelfinger und Koreaner gedenken Mirok Li
 
 Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 22. März 2010





Bei der Gedenkfeier für Mirok Li
Foto: BR


Aus br-online:
Am Grab von Mirok Li

Auf dem Friedhof in Gräfelfing fällt ein Grab wegen seiner koreanischen Schriftzeichen besonders ins Auge. Hier hat der deutsch-koreanische Kulturvermittler Dr. Mirok Li, der 1920 als junger Mann auf der Flucht vor den japanischen Besetzern seines Heimatlandes nach Deutschland gekommen war, seine letzte Ruhestätte gefunden.

Zur Feier seines 60. Todestages hatte die Mirok Li Gedächtnisgesellschaft am vergangenen Sonntag auf den Friedhof nach Gräfelfing eingeladen. Wer nicht wusste, wo sich das Grab von Mirok Li befindet, musste nicht lange suchen. Eine stattliche Gemeinde war bereits am frühen Nachmittag am Grab versammelt: Gräfelfinger Bürger, wie Max Gschneidinger von der Literarischen Gesellschaft Gräfelfing, Zuschauer des Bayerischen Fernsehens, die durch die SBS/BR-Produktion "Der Yalu fließt" auf Mirok Li aufmerksam geworden waren, und viele Koreaner, die aus ganz Deutschland und aus Korea angereist waren.

Auf deutsch und koreanisch wurde Mirok Li gedacht, der mit seinen Jugenderinnerungen 1946 unter dem Titel "Der Yalu fließt" einen Bestseller geschrieben hatte, und das auf Deutsch, wobei die deutsche Sprache für ihn bei seiner Ankunft im Kloster Münsterschwarzach 1920 selbst noch eine Fremdsprache gewesen war, die er mit Hilfe von Gottfried Kellers "Grünem Heinrich" erlernte.
Young-Rae Li, der Enkel der ältesten Schwester von Mirok Li, brachte am mit Opfergaben reich geschmückten Grab nach koreanischer Tradition einen Becher dar, ebenso wie der aus Seoul angereiste Regisseur von "Der Yalu fließt": Jonghan Li, und die Schauspielerin Ute Kampowsky, die in der SBS-BR-Produktion die Rolle der Vertrauten von Mirok Li: der Studentin Eva, gespielt hat.

Bei dieser Zeremonie zieht man zunächst die Schuhe aus, um auf einer Bastmatte niederzuknien. Man zündet ein Räucherstäbchen an und lässt einen mit Wein gefüllten Tonbecher dreimal kreisen, bevor die Flüssigkeit in einem Gefäß vor dem Gedenkstein gesammelt wird. Danach kniet man zweimal aus dem Stand nieder und berührt mit der Stirn die auf dem Boden übereinandergelegten Hände. Auch Ute Kampowsky und ich wurden gebeten, einen Becher darzubieten. Vorbereitet waren wir darauf nicht. Ich trug schwarze Stiefel, aus denen man nicht so einfach heraus- und wieder hineinschlüpfen konnte, und Ute trug zur dunklen Hose rosafarbene Ringelsocken. Es war uns beiden ein wenig peinlich. Aber unser ehrliches Bemühen um kulturell angemessene Ehrerbietung für den Verstorbenen wurde uns herzlich gedankt.

Der Nachfahre von Mirok Li, Young-Rae Li, wünschte allen Anwesenden "Gesundheit und Frieden in der Familie" - ein Wunsch, der zeigt, wo die Werte in der koreanischen Gesellschaft auch heute noch verankert sind. Mirok Li hatte 1920 seine Familie auf der Flucht zurücklassen müssen. Bei der Familie von Prof. Seyler in Gräfelfing war er, der damals Kalligraphie in München unterrichtete, herzlich aufgenommen worden, und das in einer Zeit, in der der Umgang mit fremden Kulturen alles andere als selbstverständlich war.

Der stellvertretende Bürgermeister von Gräfelfing, Peter Köstler, hatte eine erfreuliche Botschaft für die Freunde von Mirok Li: nach einigen Kämpfen mit der Bürokratie sei es gelungen, für Mirok Li eine Graburkunde mit unbegrenzter Dauer sowie einen entsprechenden Grabpflegevertrag zu unterzeichnen. Der Koreaner Mirok Li wird also seine letzte Ruhestätte in Gräfelfing nie wieder verlieren. Und in einem Jahr wird sich die koreanisch-deutsche Gemeinde dort wieder zum Gedenken an ihn, der in Bayern eine zweite Heimat gefunden hat, versammeln.

(Autorin: Dr. Stephanie Heckner)


Auszüge aus Zeitungsausschnitten aus http://kyoposhinmun.com (in koreanisch)
uri-news (in koreanisch)

Gedenkfeier am 20. März 2010 auf dem Friedhof in Gräfelfing
Gedenkfeier am 20. März 2010 im Bürgerhaus in Gräfelfing

Der ehemalige Kalligraphie Schüler von Mirok Li, Hermann Hartmut, erzählt kurz über Mirok Li und zeigt ein Geschenk Miroks.

Artikel im Münchner Merkur vom 13. März 2010

 Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 6. März 2010

dazu auch:
 "
Vom Yalu an die Isar" von Justina Schreiber:
gesendet in Bayern 2, Sonntag, 14. März 2010, 13.30 Uhr
und
"Der Yalu fließt"

Unter der Regie des südkoreanischen Regisseurs Jonghan Lee wird in der deutsch-koreanischen Koproduktion Der Yalu fließt das Leben von Mirok Li nacherzählt, einem Koreaner, der 1919 aus dem von Japan besetzten Korea flüchten musste, nachdem er in Seoul an Studentenrevolten teilgenommen hatte.

gesendet im Bayrischen Fernsehen, Dienstag, 16. März 2010, 23:25 Uhr - Sehbeteiligung: BRD gesamt: 120.000 Zuschauer davon in Bayern: 60.000 Zuschauer (=4,3% Marktanteil in Bayern),
in Gräfelfing von der Literarischen Gesellschaft am 22.6.2010 noch einmal in einer Langfassung gezeigt.
 

Zeitungsartikel vom 19.12.2009


 

Münchner Merkur 19.12.2009
 
                                                                              
 

Süddeutsche Zeitung 19.12.2009
   uri-news (in koreanisch)

Lage des Grabes auf dem Gräfelfinger Friedhof

Artikel von Dr. Friederike Tschochner, Archivarin der Gemeinde Gräfelfing,
aus dem Münchner Merkur vom 5.9.2008

 

Aus dem Archiv der Literarischen Gesellschaft Gräfelfing

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde in den Besatzungszonen der Alliierten eine Demokratisierung durch Entnazifizierung und Erziehung eingeleitet. In der US-Zone war das "Gesetz zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus" von 1946 die Rechtsgrundlage dafür. Auch Bildung, Kultur und Medien sollten umgebaut werden. So mussten z.B. die Vereine nachweisen, dass ihre Mitglieder nicht politisch belastet waren. Bei der Literarischen Gesellschaft Gräfelfing wurde das Vereinsmitglied Dr. Mirok Li folgendermaßen eingestuft: "fällt als Chinese nicht unter das Gesetz" ...
 

Chung, Kyu-Hwa:  Mirok Li - Ein koreanisches Literatenschicksal in Bayern
in: Franz, Kurt und Pointner, Horst, eds. (1994) Interkulturalität und Deutschunterricht : Festschrift zum 65. Geburtstag von Karl Stocker.
Ars-Una-Deutschdidaktik, 1. Ars Una, Neuwied. 1994

   

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