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LITERARISCHE - Aus dem Jahr 2004

Prof. Dr. Wilhelm Schmid:

Mit sich selbst befreundet sein – Von der Lebenskunst im Umgang mit sich selbst

Suhrkamp-Reihe "Bibliothek der Lebenskunst" August 2004



Verlagstext:


Einst hielt es die Philosophie für ihre vornehmste Aufgabe, Menschen zu einem bewussten Verhältnis zu sich und ihrem Leben anzuleiten – um auch zu einem angemessenen Umgang mit anderen in der Lage zu sein. Die moderne Philosophie hat darauf weitgehend verzichtet, als verstünde sich der Umgang mit sich von selbst; als könne nur der Umgang mit anderen ein seriöser Gegenstand der Ethik sein. Schmid knüpft an die große Tradition der Philosophie wieder an: „Mit sich selbst befreundet sein“, davon sprach schon Aristoteles. „Lebenskunst im Umgang mit sich selbst“: Das ist die Tradition Senecas, Montaignes und Nietzsches. Heute erscheint das Selbst als wunder Punkt im Geflecht der Zeit, als größte Schwachstelle der modernen Gesellschaft. Es hat sein Selbstverständnis verloren, das aus vormoderner Tradition, Konvention, Religion stammte und noch weit in die Moderne hineinragte. Schmids Buch handelt vom Umgang mit sich selbst und wie er erlernt werden kann, ausgehend von der existenziellen Erfahrung der Angst und der möglichen Antwort darauf. Kaum ein Aspekt wird dabei außer Acht gelassen. Seit langem hat kein Philosoph mehr so gründlich und umfassend, so systematisch wie poetisch über das Verhältnis des Einzelnen zu sich selbst nachgedacht. Zugleich ist ein Buch über die „Frage nach dem Sinn“ daraus geworden, von der moderne Menschen so sehr umgetrieben werden. Ein Vademecum für das Leben in moderner Zeit, um den Umgang mit sich selbst neu zu gestalten und zum Ausgangspunkt für die Arbeit an einer anders modernen Gesellschaft zu machen.

 

Biografie

Geboren 1953 in Billenhausen / Bayerisch-Schwaben.

Freier Philosoph, lebt seit 1980 in Berlin.

Studium von Philosophie und Geschichte in Berlin (FU), Paris (Sorbonne) und Tübingen.

In Tübingen 1991 Promotion mit der Arbeit "Auf der Suche nach einer neuen Lebenskunst"

In Erfurt 1997 Habilitation mit der Arbeit "Philosophie der Lebenskunst - Eine Grundlegung".

Stationen der Lehrtätigkeit: Universität Leipzig (1990-1991), TU Berlin (1991-1992), PH Erfurt (1993 bis 1999), Universität Jena (1999-2000).

außerplanmäßiger Professor für Philosophie an der Universität Erfurt *)

Gastdozent (DAAD-Kurzzeitdozenturen) für Philosophie an der Universität Riga/Lettland (1992-2000), und an der Universität Tiflis/Georgien (seit 1997).

Ständiger freier Mitarbeiter von "Letra Internacional" in Madrid.

"Correspondant" des Collège International in Paris.

Seit 1998 jeweils im September "philosophischer Seelsorger" im Spital Affoltern am Albis (bei Zürich).

Wöchentliche Kolumne "Lebenskunst" in der Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag

Monatliche Kolumne "Levenskunst" im

 

Links


Wikipedia ..eine Art weißer Elefant...


*) Universität Erfurt : Proseminar/Kompaktseminar: Ethik des schönen Lebens Di/Mi, 15./16. & 22./23. Februar 2005, jeweils 9-15:30, LG1: HS4 — Wilhelm Schmid O / Q Phase, W (Prak)


 

Presse

Hamburger Abendblatt 29.10.04 Ideen zu einem "schönen Leben"

br-online Lesezeichen

brigitte 18/04 Sinnsuche

ACC Weimar 'Was ist schön?'


 

Kritiken


© Die Berliner Literaturkritik, 06.09.04

Die „SZ“ bespricht heute das neueste Buch von Wilhelm Schmid, der für eine Wiederentdeckung der „philosophischen Lebenskunst“ werbe. „Mit sich selbst befreundet sein“ propagiere den „reflektierten Lebenskünstler“. Es gelte Lebensklugheit zu finden, die sich allerdings sowenig auf Regeln bringen lasse wie das Selbst der Moderne Normen unterworfen sei. Von der Maxime ausgehend, es gäbe nur noch Optionen, wolle der Autor den Menschen Rat geben, die an der Überfülle der Optionen irre zu werden drohen.


 

Weiterführende Bemerkungen und Literatur


So schreibt Wilhelm Schmid in seinem Buch „Mit sich befreundet sein“, dass es „entscheidend wäre, von Wellness nicht die Einlösung eines Heilsversprechens zu erwarten, sondern im Sinne der bewussten Lebensführung einen wählerischen Umgang auch mit dem Wohlgefühl zu realisieren, um letztlich ein Gespür für dessen richtiges Maß zu gewinnen und nicht zu glauben, das Selbst könne zum reinen Wohlfühlmenschen werden, die Welt zur vollkommenen Wohlfühlwelt“.


Schmid, Wilhelm (1999)

Ethik am Beginn des 21. Jahrhunderts, in: Via Regia, Blätter für internationale kulturelle Kommunikation, Erfurt, Nr. 62/63.


Schmid, Wilhelm (1999)

Heiterkeit. Rehabilitierung eines philosophischen Begriffs, in: DIE ZEIT Nr. 41 v. 7. 10. 1999, S. 51. Erweiterter Nachdruck: Von der Kunst, heiter zu leben. In: Kursiv, Kunstzeitschrift, Linz, Nr. 6, S. 10-16.


Schmid, Wilhelm (1999)

Michel Foucault, in: Franco Volpi (Hg.), Großes Werklexikon der Philosophie, Stuttgart 1999, Bd. 1, S. 504-507.


Schmid, Wilhelm (1999)

Sei no gihô no fukken - Post-Foucault no tetsugaku [Die Widerkehr der Lebenskunst - Philosophie nach Foucault], japan. Übers. v. Toshiaki Koyashi, in: Jôkyô [Situation], Tokyo, Nr. 10, Schwerpunktheft "Stadt - Umwelt - Modernität", S. 154-172.


Schmid, Wilhelm (1999)

Selbstsorge und Lebenskunst als Fundament einer neuen Ethik (Gespräch, geführt von Andreas Köpke), in: Gesamtschul-Kontakte. Vierteljahres-Zeitschrift der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule e. V., Nr. 22, 1. Wiederabgedruckt in: Gerd Köhler, Uli Jahnke, Andreas Köpke (Hg.), Professionalität und Polyvalenz. Die Lehrerbildung auf dem Prüfstand, Frankfurt/M. 1999.


Schmid, Wilhelm (1999)

Sich ein schönes Leben machen. Die Wiederentdeckung der Lebenskunst und die Erneuerung des Humanismus, in: Ruthard Stäblein (Hg.), Glück und Gerechtigkeit. Moral am Ende des 20. Jahrhunderts, Frankfurt/M. 1999, S. 41-58. Gekürzter Nachdruck: Dem Leben selbst Wert geben - Lebenskunst und moderner Humanismus, in: Humanismus aktuell, hg. v. d. Humanistischen Akademie Berlin, Sonderheft 2, S. 14-22.






















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