Montag, 14.10.2019
Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz
 

Literarische Gesellschaft Gräfelfing


Massel-Tov


Pressefoto

Vom Shtetl nach Brooklyn

Eine musikalische Reise
 

 

Presseartikel

 

 

Die Massel-Tov Klezmerband gilt schon lange als eine der führenden nicht-jüdischen Gruppen, die zum Revival von jiddischen Liedern in Deutschland beiträgt. Sie blickt auf eine nunmehr 25-jährige Erfolgschronik zurück.

Das virtuose Quintett mit seinen Solisten aus drei Nationen unterhält das Auditorium bei seinen Auftritten mit einem stimmungsvollen und abwechslungsreichen Programm und liebevollen, aufwändigen Arrangements.

Die musikalische Reise führt zuerst in die Vergangenheit der Shtetl Osteuropas, von wo aus viele jüdische Emigranten in die Neue Welt aufbrachen.

Mit unterhaltsamen humorvollen Zwischen-moderationen, in denen auch die Wechselwirkung zwischen lokalen osteuropäischen Musikstilen und den jüdischen Einflüssen veranschaulicht wird, geht es schließlich über folkloristische Lieder wie den Doinas aus Rumänien in das „Swingende New York“ der Dreißiger- und Vierziger-Jahre.

Massel-Tov entfachte schon einmal in Gräfelfing ein Klangfeuerwerk, dem sich niemand zu entziehen vermochte.

Die Besetzung

  • Querflöte, Gesang:
    Tatjana Mischenko

    (* 1966 St. Petersburg),
     

  • Klarinette, Gesang:
    Florian Ewald
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    (* 1970, München),
     

  • Gitarre, Gesang:
    Zarko Mrdjanov

    (*1947 Novi Sad – Serbien),
     

  • Bass: Steffen Müller
    (*1974, bei München)
     

  • Schlagzeug, Percussion:
    Harald Starken

    (*1967 Köln)


Massel-Tov (מזל טוב) ist jiddisch bzw. hebräisch und bedeutet frei übersetzt
"
Viel Glück" oder "Viel Erfolg".



Marc Chagall - The Cellist (Ausschnitt)


Klezmer
[ˈklɛzmɐ] (YIVO-Transkription von jiddisch כליזמר oder קלעזמער, von hebräisch כלי kli („Werkzeug, Gerät, Gefäß“) und זמר zemer („Lied, Melodie“), wörtlich „Gefäß des Liedes“, im modernen Hebräisch „Musikinstrumente, Musikanten“), ist eine aus dem aschkenasischen Judentum stammende Volksmusiktradition. Etwa um das 15. Jahrhundert entwickelten klezmorim genannte Volksmusikanten eine Tradition weltlicher, nichtliturgischer jüdischer Musik. Sie orientierten sich an religiösen Traditionen, die bis in biblische Zeiten zurückreichen; ihre musikalische Ausdrucksweise entwickelte sich indessen weiter bis in die Gegenwart. Das Repertoire besteht vor allem aus Musik zur Begleitung von Hochzeiten und anderen Festen.

Ursprünglich bezog sich der Begriff klezmer (Plural klezmorim) auf die Musiker. Erst seit der Wiederbelebung dieser Musik in den USA in den 1970er Jahren wird der Begriff zur Bezeichnung der musikalischen Stilrichtung verwandt. Bis dahin wurde diese Musik zumeist „jiddische“ Musik genannt. Unter Klezmer versteht man vorwiegend instrumentale Musik. Die Klezmermusik ist durch ihre charakteristischen an die menschliche Stimme erinnernden Melodielinien leicht erkennbar. Dies geschieht nicht als stilistische Entsprechung, sondern in bewusster Nachahmung des Chasan und paraliturgischen Gesangs. Es gibt krekhts, „Schluchzen“, und dreydlekh, eine Art Triller.

Die Schreibweise „Klezmer“ stammt aus dem Englischen, wo das z für ein stimmhaftes s steht. (Quelle: Wikipedia)
 


Shtetl


Ein Schtetl (jiddisch שטעטל‎, schtetl; Plural שטעטלעך‎, schtetlech; deutsch „Städtlein“) ist die Bezeichnung für Siedlungen mit hohem jüdischem Bevölkerungsanteil im Siedlungsbereich der Juden in Osteuropa vor dem Zweiten Weltkrieg. Meist handelte es sich um Dörfer oder Kleinstädte, manchmal auch um Stadtteile, in denen etwa zwischen 1.000 und 20.000 Juden lebten. Größere jüdisch geprägte Städte wie Lemberg oder Czernowitz wurden indes als schtot (שטאָט‎) (vgl. dt. Stadt) bezeichnet. Geographischer Verbreitungsschwerpunkt der Schtetlech waren Ostpolen, vor allem Galizien, aber auch die Ukraine, Weißrussland und Litauen. Anders als in den Großstädten waren die jüdischen Bewohner in den Schtetlech nicht nur geduldet, sondern ungeachtet bisweilen stattfindender Pogrome weitgehend akzeptiert. Sie konnten sich dort „wie in der heiligen Stadt Jerusalem“ fühlen, waren diese Städtchen doch keine Ghettos. Mit einem Schtetl vergleichbare Wohnviertel gibt es heute nur noch in Teilen von Williamsburg, einem Stadtteil von Brooklyn in New York City, sowie Mea Shearim nahe der Altstadt von Jerusalem. Hier wird Jiddisch allerdings nur noch von einer Minderheit gesprochen. Die meisten Einwohner sprechen seit 1948 im Alltag Iwrit (hebräisch). Quelle

Yiddish Song - Belz, Mayn Shtetele Belz - Leben im Shtejtl - Geven Amol Iz A Shtetl - Yiddish Song -
 




Fotos:  Masseltov!
 

      Die Band

Tatjana Mischenko
Sie spielt seit der Gründung 1994 bei „Massel–Tov“.

Florian Ewald
Er spielt seit 1997 bei „Massel-Tov“ Klarinette, Bassklarinette und Altsaxophon.

Zarko Mrdjanov
Bühnenurgestein,
Seit 1995 bei „Massel–Tov“.
 

Steffen Müller
Seit 2009 bei Massel-Tov.

Harald Starken
Bei Massel-Tov seit Anfang 2011.
 

Die Band, bis 2008 noch mit der Sängerin Andrea Pancur, vermag die Zuhörer nicht nur mit ihrem stimmungsvollen und abwechslungsreichen Programm zu begeistern, in dem neben Klezmer und jiddishen Liedern auch Stücke aus jiddish-amerikanischen Musicals und Tänze vom Balkan ihren Platz finden. Es werden Lieder mit dreistimmigen Gesangssätzen, aber auch instrumental-solistische Höhepunkte zu Gehör gebracht. Nach 18-jähriger Bühnenlaufbahn verfügt Massel-Tov über ein umfangreiches Repertoire, aus dem sich, über klassische Klezmerkonzerte hinaus, flexibel themenbezogene Programme zusammenstellen lassen, Zugute kommen der Band hierbei der multikulturelle und stilistisch breitgefächerte Hintergrund der Musiker/Innen.

Siehe zu Massel-Tov vor allem auch der Blog von Gaby dos Santos auf ihrer Kulturplattform jourfixe-muenchen
MASSEL TOV: Eine Band, fünf virtuose Solisten und ein fulminantes Potpurri osteuropäischer Musiken

und dort der aktuelle  Hinweis auf den Auftritt von Massel-Tov in Gräfelfing


New York
Lunch atop a Skyscraper (Wikimedia) - Ausschnitt

https://www.youtube.com/watch?v=db0mRoCA4Lc  -
Miserlou -

        

"Bei schwungvollen Liedern, oft mehrstimmig vorgetragen, möchte so mancher Zuhörer nicht auf seinem Platz sitzen bleiben,
sondern aufspringen und tanzen"
(ars musica).