Dienstag, 25.04.17
19 Uhr
 

Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz  


Prof. Dr.

Josef H. Reichholf
Zoologe & Evolutionsbiologe



Foto: miki sakamoto-reichholf

Mein Leben
für die Natur

Rückblick auf ein halbes Jahrhundert Naturforscherleben

Eintritt: 10 €
Schüler und Studenten: 5 €
Schülergruppen: 3 € pro Person
M
itglieder: frei

Bitte beachten Sie, dass der Vortrag
schon um 19 Uhr beginnt.

 

Schon als Kind hatte Josef H. Reichholf „beschlossen“ an den Amazonas zu gehen. Tatsächlich gelangte er als Naturforscher, der er geworden ist, vom heimatlichen Inn an den größten Strom der Erde, aber auch zu entlegenen Inseln im Ozean, in die Savannen Afrikas, in Australiens wilden Norden und an viele andere Orte.

Ob Vögel, Krähen im Besonderen, Schmetterlinge, Bären, Biber, Fabeltiere, Artenvielfalt, Schönheit in der Natur oder Umweltthemen – Josef H. Reichholf hat sein Wissen als Biologe in vielen Büchern und ungezählten Vorträgen öffentlich gemacht.. Er hatte das Glück, auf Armreichweite einem Wal ins faustgroße Auge schauen und sich selbst darin gespiegelt sehen zu können, zu erleben, wie Leoparden Pfaue jagen und wozu das Prachtgefieder der Hähne wirklich gut ist. In seiner Doktorarbeit studierte er das geheimnisvolle Leben von Wasserschmetterlingen. Als Naturschützer war er mit Prinz Philip unterwegs, bewegte sich in den Spitzenetagen der Deutschen Großbanken – und legte sich mit Naturschützern an, weil sie die Menschen ganz unnötigerweise von der Natur fernhalten.

Seine zahlreichen Bücher führten dazu, dass ihm die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung den renommierten Sigmund-Freud-Preis für Wissenschaftliche Prosa verlieh. Der Verband Deutscher Biologen ehrte ihn mit der Treviranus-Medaille, seiner höchsten Auszeichnung, und das Magazin ‚Cicero’ reihte ihn ein unter den 40 wichtigsten Naturwissenschaftlern Deutschlands.

Prof. Reichholf war 2009 schon einmal bei der Literarischen Gesellschaft. Damals beantwortete er unter dem Titel "Schönheit in der Natur"  Fragen wie: "Warum gibt es Pfauen und schöne Frauen".

Jetzt berichtet er exklusiv mit Bildern und Erzählungen aus seinem „Leben für die Natur“..     

Keine Lebensgeschichte,
sondern die Geschichte des Lebens.

 
 

Vögel, die sich in Wasserfälle stürzen, Ameisen, die unterirdische Pilzgärten anlegen, Jaguare, die ursprünglich in Italien und auf dem Balkan lebten, bevor sie nach Nord- und Südamerika wanderten. Kaum jemand hat so viele Tiere beobachtet – seltene und weitverbreitete – wie der große Naturforscher und bekannte Autor Josef H. Reichholf. Basierend auf der Vielfalt seiner Erfahrungen und Forschungen entwickelte er seine viel diskutierten Thesen zur Ökologie, Evolution und zum Naturschutz. Nach einem halben Jahrhundert blickt er zurück und zieht Bilanz:

In der Natur gibt es keinen besten oder einzig richtigen Zustand, Stabilität bedeutet Stillstand
und führt zum Niedergang. Leben ist steter Wandel,
nichts bleibt so, wie es ist.


Josef Helmut
Reichholf, geboren und aufgewachsen in Niederbayern, wo ihn schon als Kind die Natur und Wildnis des unteren Inns faszinierte. Studium der Biologie, Chemie, Geografie und Tropenmedizin. Er ist Zoologe, Professor für Ornithologie, Tiergeographie, Gewässer-Ökologie und Naturschutz und lehrte an beiden Münchner Universitäten. Er war Sektionsleiter  Ornithologie der Zoologischen Staatssammlung in München und unter anderem Präsidiumsmitglied des deutschen WWF und Botschafter für heimische Wildtiere. Er gilt vor allem als einer der renommiertesten Evolutionsbiologen und Ökologen des Landes. Berühmt ist er auch als Autor für seine populären Bücher und seine besonders anschaulichen und lehrreichen Vorträge. 2007 erhielt er von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa für seine allgemeinverständlichen Beiträge zur Ökologie, 2006 den Werner-und-Inge-Grüter-Preis für gelungene Wissenschaftsvermittlung, 2005 wurde er mit der Treviranus-Medaille des Verbands deutscher Biologen ( jetzt:VBIO) ausgezeichnet. Es gibt von ihm mehr als 700 Publikationen, darunter mehr als 50 Bücher. Er scheut in seinen Thesen kein kontroverses Thema und hat sich dadurch als kraftvolle Stimme des deutschen Naturschutzes etabliert.
 

Wikipedia - Reichholfs Fenster zur Evolution - spiegel online - Amazon - perlentaucher - ARD-alpjha - deutschlandradio kultur - bild der wissenschaft - 3sat - hanser - fischerverlage -

Warum es kaum noch Hasen und Maikäfer gibt - Sesshaft durch Urbier -


"druckfrisch" mit Denis Scheck 24.04.16: '"Dies ist keine Autobiographie", schreibt Josef H. Reichholf gleich zu Beginn, der mit diesem Buch nicht von seiner Vita, sondern von seinen Einsichten erzählen möchte. Aus der Ökologie, sagt er im Rückblick auf die letzten Jahrzehnte, sei längst eine Öko-Ideologie geworden, die einfach jede Veränderung verteufelt. Naturschutz sei heute oft so überreglementiert, dass einem die Freude an der Natur abhanden kommen kann.'


Bildschirmkopien aus "druckfrisch"
"Schützt die Natur vor den Naturschützern!"




 

Der Niederbayer Josef H. Reichholf ist eine WeltkapazitätAm Innufer lernte er die Natur verstehen..
„Er ist ein zufriedener Mensch“, sagt seine Frau, die japanische Dichterin Miki Sakamoto.