Dienstag, 25. Oktober 2016
 

Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz  


Prof. Dr.
Markus Friedrich



Foto: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Die Jesuiten
Ein Orden
zwischen
Macht und Glaube
Aufstieg, Niedergang, Neubeginn

 


 

 

1540 gründete Ignatius von Loyola den Jesuiten-Orden, um den sich bis heute viele Mythen und Gerüchte ranken – meist zu Unrecht, wenn man genauer hinsieht.

Dennoch fasziniert die „Societas Jesu“ auch ganz ohne schlechte Presse. Denn sie war in fast allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens wirksam: Armenseelsorge, elitäre Wissenschaft, politische Beratung und missionarische Tätigkeit in der ganzen Welt.

Von Markus Friedrich stammt die seit langem erste neue Gesamtdarstellung der Jesuiten, Er hat dafür auch viele spannende, amüsante und überraschende Episoden aus der Ordensgeschichte zusammengetragen. Handelt sein Buch vor allem vom „alten“ Orden (bis circa 1800), so wird der Autor im Vortrag die Schicksale der Jesuiten bis in die jüngste Gegenwart verfolgen. Ohne Wissen über die „Gesellschaft Jesu“ und ihr Wirken zwischen Macht und Glaube ist die europäische Moderne eigentlich nicht zu verstehen.

Markus Friedrich, 1974 in Ansbach geboren, hat in München Neuere Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Philosophie studiert und bei Winfried Schulze promoviert (über den "Helmstedter Hofmannstreit", eine grundlegende Arbeit zu Luthertum und Späthumanismus sowie zum Verhältnis von Theologie und Philosophie in der frühen Neuzeit). Danach hat er an den Universitäten in Frankfurt/Main und Rostock gearbeitet. Wichtig war auch seine Habilitationsschrift zur Herrschaftsausübung und den administrativen und kommunikativen Praktiken im Jesuitenorden. Seit 2013 ist er Professor für Europäische Geschichte der frühen Neuzeit an der Universität Hamburg. Unter seiner federführenden Mitwirkung fand dort im September 2016 der Deutsche Historikertag zum Thema "Glaubensfragen" statt.

Sein Buch über die Jesuiten ist Anfang September 2016 erschienen.
 

              

Umschlagabbildung: Gian Lorenzo Bernini (1598 - 1680):
 Ignatius überreicht Papst Paul III. die Ordensregel; dahinter der Vizekanzler des Papstes, Alessandro Farnese


Eine »neue« Gesellschaft Jesu ?

Markus Friedrich zitiert in seinem Buch (S. 583) die Verunsicherung des irischen Jesuiten Gerry O'Hanlon von 1992:

"Wie kann man erklären, dass heutzutage jesuitische Theologen nicht mehr in großen kirchlichen Institutionen wie der Gregoriana in Rom leben, sondern in irgendwelchen Vororten von Dublin? Wie kommt es, dass sie heute Seite an Seite mit Vertretern anderer Konfessionen oder Religionen Theologie betreiben ?"


Am 13. März 2013 wird Jorge Mario Kardinal Bergoglio der erste Bischof von Rom aus dem Orden der Jesuiten und wählt als erster Papst der Geschichte den Namen Franciscus.


Der Jesuitenorden,
die "Gesellschaft Jesu", lateinisch "Societas Jesu", entstand Anfang des 16. Jahrhunderts in Paris aus einer Gruppe von sechs jungen Leuten, die an der Sorbonne Theologie studierten. Als ältester gab Ignatius von Loyola jedem von ihnen "Exerzitien", "Geistliche Übungen", in denen sie sich dazu entschieden, ihr Leben ganz und gar in den Dienst Gottes zu stellen.

Auf dem Montmatre in Paris legten sie als Freundeskreis 1534 die Gelübde der Armut und der Keuschheit ab, zudem versprachen sie in einem dritten Gelübde eine Pilgerfahrt ins Heilige Land, um dort die Muslime zu bekehren; falls dies nicht gelänge, wollten sie sich dem Papst in Rom zur Verfügung stellen. Da sich die Überfahrt zur Mission auch nach längerem Warten auf Grund des Ausbruchs des Krieges mit den Ottomanen als undurchführbar herausstellte, zogen die Gefährten also nach Rom und wandten sich an den Papst.

Schon 1540 wurde die Gemeinschaft von Papst Paul III. als Orden anerkannt und die Erlaubnis erteilt, Missionsreisen in seinem Auftrag übernehmen. Zu den Gelübden der Armut und Keuschheit kamen hinzu das Versprechen von Gehorsam gegenüber dem Generaloberen und das sogenannte "Papstgelübde": dass sich jeder Einzelne wie auch der ganze Orden vom Papst überall hin senden lässt. Auf diese Weise entstand eine ausgedehnte Missionstätigkeit, die Jesuiten bis nach Japan und an den chinesischen Kaiserhof nach Beijing führte. Trotz der Loyalität zum Papst und dessen Protektion war der Orden im Laufe der letzten 500 Jahre nicht unumstritten. Insbesondere die jesuitische Mission in Lateinamerika wurde von den Kolonialmächten kritisch gesehen. Auf Druck mehrerer europäischer Könige wurde der Orden 1773 von Papst Clemens XIV offiziell aufgehoben. Erst 1814 wurden die Jesuiten wieder vom Papst zugelassen. Verfolgungen und Ausgrenzungen blieben jedoch in vielen Ländern bestehen. So waren die Jesuiten zwischen 1871 bis 1914 in Deutschland verboten. Im 20. Jahrhundert reformierte sich der Orden und rückte soziale Fragen stärker ins Zentrum seines Wirkens.       

Die Mitglieder geloben, nach Jesu Vorbild zu leben - besitzlos, ehelos, gehorsam. Alle Mitglieder des Ordens tragen hinter ihrem Nachnamen den Zusatz SJ, für Societas Jesu. Die Ausbildung eines Jesuiten beginnt mit einer zweijährigen Probezeit, dem Noviziat. Danach trifft der einzelne eine Vorentscheidung, ob er als Bruder oder als Priester im Orden leben möchte. An das Noviziat schließen sich in der Regel die Studien der Philosophie und der Theologie an. Sie werden unterbrochen von längeren Praktikumszeiten in verschiedenen Bereichen. Meistens folgt - je nach dem späteren Arbeitsfeld - ein Aufbau- oder Spezialstudium. Wer sich für den Weg des Bruders entscheidet, kann jedoch ebenso gut einen Ausbildungsberuf erlernen. Am Ende der Ausbildung, nach zwölf bis fünfzehn Jahren, folgt eine weitere Probezeit, das Tertiat. Erst danach legen die Jesuiten ihre Letzten feierlichen Gelübde ab.

Das Leitmotiv des Ordens lautet: "Omnia ad majorem Dei gloriam", "Alles zur höheren Ehre Gottes". Quelle: Heiligenlexikon

Die Jesuiten verzichten auf den Ballast des Klosterwesens. Sie leben nicht im Kloster, sondern wollen örtlich ungebunden sein. Sie tragen kein Ordensgewand und verzichten auf das gemeinsame Chorgebet. Dadurch sind sie wesentlich flexibler als andere Orden. Auch deshalb, weil der Orden generalstabsmäßig organisiert ist, eine Folge von Loyolas früherem Leben als Soldat. Disziplin, Strenge und Gehorsam hat er in die Struktur des Ordens eingebracht. Der Orden ist in 89 Provinzen eingeteilt, die jeweils von einem Provinzoberen, dem Provinzial, geleitet werden. An der Spitze des Ordens steht der Generalobere, Weisungen erfolgen direkt von oben. Das System des Ordens beruht auf dem Prinzip strikten Gehorsams.  Quelle u.a.: planetwissen
 


Ignatius von Loyola, 1491-1556
1540 Ordensgründer

 

Jorge Mario Bergoglio SJ, geb. 1936
2013 Franciscus PP
Quelle: es.wikipedia.org

Pater Arturo Sosa SJ , geb. 1948 in Venezuela
Oktober 2016 - 31. Generaloberer
Quelle:
jesuiten.org/


Liste bedeutender Jesuiten - Ignatius von Loyola (1491–1556), Gründer und erster Generaloberer des Ordens von 1541 bis 1556 - Franz Xaver, 1506–1552, Missionar in Asien, Mitbegründer der Jesuiten - Diego Laínez, 1512–1565, Mitbegründer der Jesuiten, zweiter Generaloberer, Amtszeit von 1558 bis 1565 - Claudio Aquaviva, 1543–1615, fünfter Generaloberer, Amtszeit von 1581 bis 1615Edmund Campion, 1540–1581, englischer Theologe, Märtyrer, einer der Vierzig Märtyrer von England und Wales  . . . . .
Rupert Mayer, 1876–1945, im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv - Pierre Teilhard de Chardin, 1881–1955, Theologe, Philosoph und Anthropologe - Oswald von Nell-Breuning, 1890–1991, Theologe, Nationalökonom und Sozialphilosoph - Karl Rahner, 1904–1984, Theologe des Zweiten Vatikanischen Konzils - Pedro Arrupe, 1907–1991, 28. Generaloberer, Amtszeit von 1965 bis 1983, Spanier - Alfred Delp, 1907–1945, Priester in München, Mitglied des Kreisauer Kreises Johannes Leppich, 1915–1992, Volksmissionsprediger, Gründer der action 365Johannes Hegyi 1920-2014, Professor für Metaphysik am Berchmanskolleg in Pullach, Direktor des Exerzitienhauses Schloss Fürstenried, München - Klaus Mertes, * 1954, 2008–2011 Rektor des Canisius-Kollegs in Berlin, Rektor am Kolleg St. Blasien, Schwarzwald - Jorge Mario Bergoglio, * 1936, Erzbischof von Buenos Aires, Kardinal, 2013 Papst Franziskus.

Der Orden hat zahlreiche bedeutende Theologen und Gelehrte hervorgebracht. Nach Papst Franziskus war der ehemalige Pressesprecher des Vatikan, Federico Lombardi, einer der prominentesten Jesuiten. Zu den bekanntesten deutschsprachigen Mitgliedern zählen der Philosoph Martin Heidegger und der CDU-Politiker Heiner Geißler, die beide zeitweise Mitglied des Ordens waren.
Frage an Heiner Geißler: Sie haben Ihr Noviziat 1953 abgebrochen. Warum? - "Ordenspriester legen freiwillig drei Gelübde ab. Sie müssen arm, gehorsam und keusch leben. Mit 23 Jahren habe ich gemerkt, ich kann zwei - also mindestens eins - dieser Gelübde nicht halten. Die Armut war es nicht."
 



Katholisch.de

     Gegen alle Traditionen - Weißer Papst und Schwarzer Papst:  Nach Rücktritt des bisherigen Amtsinhabers Wahl eines Nicht-Europäers

Im Aktuellen Lexikon der Süddeutschen Zeitung vom 8.10.16 wird unter der Überschrift "Jesuitengeneral" u.a. aufgeführt, dass der bisherige Generalobere der Jesuiten erstmals freiwillig zurückgetreten sei und nun eine Neuwahl ansteht. Schon i
m Mai 2014 hatte der 30. Ordensgeneral der Jesuiten, Adolfo Nicolás, für 2016 seinen Amtsverzicht angekündigt Eigentlich aber amtieren die Generaloberen der Jesuiten, wegen ihrer einstigen Machtfülle und mit Blick auf die Ordenstracht auch "schwarzer Papst" genannt, seit fast 500 Jahren auf Lebenszeit.

215 Delegierte in Rom begannen Anfang Oktober in der 36. Generalkongregation (GC36) ihre Beratungen über die Lage und Herausforderungen der Gesellschaft Jesu. Dann folgten vier Tage des Gebets und der gemeinsamen Unterscheidung, die die Phase der murmurationes (Gemurmel) genannt wird. Die traditionelle Wahlordnung für den Ordensgeneral der Jesuiten sieht keine Kandidaturen und Personaldebatten vor. Jedes der 209 stimmberechtigten Mitglieder der Generalkongregation bittet in Zweiergesprächen unter vier Augen um Informationen zu dem Kandidaten, den er für geeignet hält. Am 14.10. wählten die Delegierten Pater Arturo Sosa Abascal SJ aus Venezuela zum 30. Nachfolger des Hl. Ignatius.  Erstmals in seiner knapp 500-jährigen Geschichte wird der größte Männerorden der katholischen Kirche damit von einem Nichteuropäer geleitet. Geboren am 12. November 1948 in Caracas, war Pater Sosa bereits in Rom für den Orden tätig. Er hat in Venezuela sein Doktorat in Politikwissenschaften abgeschlossen. Wie der Jesuitenorden mitteilt, spricht Pater Sosa Spanisch, Italienisch und Englisch und versteht Französisch.(Quelle u.a.: Jesuiten.de)
 


Seit seiner Gründung durch Ignatius von Loyola 1540 wirkt der mit über 17.000 Mitgliedern heute größte katholische Männerorden in fast alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hinein: Zwischen Armenseelsorge und elitärer Wissenschaft, politischer Beratung und weltweiter missionarischer Tätigkeit - kaum ein Gebiet, in dem die Jesuiten nicht tätig waren. Sie gelten als intellektuelle Spitze der katholischen Kirche und sind bekannt für ihre anspruchsvollen Predigten. Der renommierte Historiker Markus Friedrich liefert eine neue Gesamtdarstellung der Jesuiten, die wissenschaftlich fundiert und aus konfessionsneutraler Perspektive geschrieben ist. Anschaulich erklärt er, wie der Orden organisiert war, was ihn so erfolgreich machte, wie das Alltagsleben im Orden aussah, welche Aufgaben er in der säkularen Welt einnahm und wie er damit den Gang der Geschichte prägte. - Ein unverzichtbarer Beitrag, um die europäische Moderne zu verstehen.

Wikipedia; Jesuiten - Ordensgründer Im Portrait -Jesuiten in Deutschland - Ökumenisches Heiligenlexikon - Exercitia spiritualia - Geistliche Übungen Gebräuchlich bey der Heil. Mission, 1748, -  The Jesuit Curia in Rome - Jesuit Refugee Service - Mercy in Motion - Der Spiegel 1965: Kriegsdienst für Gott - Jahrbuch der Gesellschaft Jesu 2016 -  Jesuitenkommunität an St. Michael, München, Neuhauser Str. - Das Jesuitische Ausbildungszentrum in München - Schlaue Jungs -
 



Christusmonogramm
(die ersten drei Buchstaben des Namens Jesus in griechischer Schrift)
mit Strahlenkranz, Kreuz und drei Kreuznägeln



Jesuit in der Stadtkleidung


Verehrt und bewundert, verachtet und gefürchtet: Den geheimnisumwitterten Jesuitenorden umgibt seit jeher eine ganz besondere Faszination. ... Die Jesuiten spielen lange Zeit eine dominierende Rolle im Bildungssystem Europas, haben größten Einfluss auf die Mächtigen ihrer Zeit und engagieren sich in der Missionsarbeit in der Neuen Welt. Sie sind auf allen Gebieten erfolgreich.  Quelle u.a.: planetwissen

Der französische Mathematiker, Physiker, Literat und Philosoph Blaise Pascal attackiert 1656/57 die Jesuiten in seinen "Lettres provinciales", wo er einen naiven aber fiktiven Jesuiten die Skrupellosigkeit, Gedankenlosigkeit und moralische Entartung des Ordens der Lächerlichkeit preisgeben lässt. Beispiel: "Wir verbessern die Schlechtigkeit des Mittels durch die Reinheit des Zwecks." Immanuel Kant nimmt diesen Gedanken 1795 in seiner 'Friedensschrift' noch einmal als grundlegendes moralisches Prinzip des Jesuitenordens unter dem Begriff "Jesuitenkasuistik" auf.

Es gibt wenig bis nichts, was den "düster-verschlagenen" Jesuiten nicht vorgehalten worden ist. So sollen sie angeblich die „heimliche Weltregierung“ stellen, wahlweise in Kooperation mit „den“ Juden, „den“ Kommunisten oder „den“ Freimaurern. Und natürlich soll es ein Jesuitenpater gewesen sein, der Adolf Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ verfasst habe. Solche Gerüchte fußten im Erfolg des Ordens, der zu Diskreditierungen einlud. Quelle: Antonia Kleikamp © WeltN24 GmbH  Die „Monita secreta“, die 1614 in Krakau erschienen, gelten noch heute als „Gebrauchsanleitung Satans“ der Jesuiten. Obwohl als Fälschung entlarvt, treiben sie zahlreiche Verschwörungstheorien. - Siehe auch Antiklerikale Karikaturen und Satiren
 

"Der" Jesuit



Der Floh 1905: Der neue Rattenfänger

Aus einem Artkel in der HörZu über die TV-Doku im ZDF im Dezember 2013 "Die geheime Macht der Jesuiten":
Der
Historiker und Jesuitenforscher Markus Friedrich von der Universität Hamburg: "An den vielen Verschwörungstheorien über den Orden ist jedoch kaum etwas richtig." -  ""Sie wollten immer dort sein, wo es brennt." - "Das Verhältnis der Jesuiten zu den Päpsten war in den vergangenen 500 Jahren sehr gespannt", erklärt Friedrich. Und vermutet: "Wahrscheinlich schien es jetzt attraktiv, mit dem Jesuiten Jorge Bergoglio jemanden zu haben, der andere Seiten der Kirche zum Vorschein bringt."
Markus Friedrich,  Schlussatz in seinem Buch 'Die Jesuiten':
Das Beispiel des neuen Papstes zeigt: "Ein in Stil und Frömmigkeit, Theologie und Auftritt zeitgemäß auftretender Jesuitenorden kann auch im 21. Jahrhundert eine große Rolle spielen."
 


Im
Streiflicht der Süddeutschen Zeitung vom 20.10.16 findet sich zum Begriff 'Schwarzer Papst'  aber auch folgendes (Achtung Satire!) "
Arturo Sosa Abascal, der neue Generalobere der Jesuiten, findet keinen Gefallen an dem mit seinem Amt verbundenen Titel „Schwarzer Papst“: Schließlich seien die Jesuiten verpflichtet, nicht nach Kirchenämtern zu streben, sondern den Papst und die Bischöfe zu unterstützen. Die Konstellation im Vatikan ist für so eine Verlautbarung nicht eben günstig. Aus kirchennahen Verschwörungskennerkreisen hört man erstens, dass der dubiose Titel insofern mehr als gerechtfertigt ist, als die Jesuiten und ihr General vom Teufel geleitet würden und unter dem Deckmantel absoluter Gefolgschaft die Autorität des echten, des „weißen“ Papstes zu untergraben suchten. Zweitens sagen dieselben Kreise, dass der vermeintlich weiße Papst Franziskus, bürgerlich Jorge Mario Bergoglio SJ, als Jesuit selbst ein rabenschwarzer Papst sei und mit Satans Hilfe das in der Geheimen Offenbarung beschriebene Ende aller Dinge herbeiführen werde. ... "
 


Foto © Literarische Gesellschaft


Markus Friedrich:


Wikipedia - Lebenslauf 2011- Forschungsschwerpunkte -
Heinz Maier-Leibnitz-Preisträger 2011 - Uni Frankfurt - an der Uni Hamburg - Publikationen -

Markus Friedrich (Universität Hamburg) – “Familienpapiere, Familien aus Papier. Frühneuzeitliche Genealogie zwischen Wissenschaft, sozialer Praxis und paper technologies.” - 

SWR2  zum Deutschen Historikertag 2016 zum Thema Glaubensfragen mit dem Sprecher Markus Friedrich: dazu auch WDR und DomRadio

"Glauben ist ein Thema, das in unserem Leben sehr präsent ist und zwar in ganz verschiedenen Dimensionen. Der Historikertag möchte sich gerne die Vielfalt dieser Dimensionen zum Thema machen. Zum einen ist da natürlich die religiöse Seite, die von vielen Menschen sofort erkannt wird. Wir möchten aber gerne in den nächsten Tagen auch darauf hinweisen, dass Glauben in vielen anderen Bereichen des Lebens ganz wichtig ist: In der Ökonomie spielen Glauben und Vertrauen eine wichtige Rolle, in den Naturwissenschaften ist Glauben ganz wichtig; denken Sie an die USA, wo zum Beispiel der Klimawandel im Moment zu einer Glaubensfrage für die Menschen wird. Es lassen sich noch viele weitere Bereiche nennen. Wir denken, dass es ein ganz aktuelles Thema ist - auch und gerade im Jahr 2016."
 


 

Ein Benediktiner, ein Dominikaner, ein Franziskaner und ein Jesuit sitzen im Zimmer. Plötzlich geht das Licht aus.
Der Benediktiner betet unbeirrt sein Stundengebet weiter, denn er kann es auswendig.
Der Dominikaner referiert über das Wesen von Licht und Finsternis.
Der Franziskaner lobt Gott, der dem Menschen auch die gnädig verhüllende Dunkelheit schenkt.
Und der Jesuit geht hinaus und wechselt die Sicherung aus.
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