Donnerstag, 21. Mai 2015
20 Uhr
 

Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz  


Michael Krüger
Schriftsteller, Dichter, Verleger, Übersetzer und Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste


Foto: Literarische Gesellschaft

Warum denn schon wieder ein Gedicht?

Über Literatur und Lyrik,
das Schreiben und
das Verlegen von Büchern

Pressebericht
 


Michael Krüger hat den Literaturbetrieb in Deutschland seit Ende der Sechzigerjahre geprägt wie kaum ein Zweiter. Von 1968 bis Ende 2013 war er Lektor, Verleger und Geschäftsführer im Münchner Carl Hanser Verlag, einem der wichtigsten literarischen Verlage. In seiner Zeit sind dort u.a. Elias Canetti, Joseph Brodsky, Tomas Tranströmer, Philip Roth, Susan Sontag, Umberto Eco, Walter Kempowski, Botho Strauß und Herta Müller erschienen.

Marcel Reich-Ranicki nannte Krüger einmal den wohl einzigen deutschen Verleger von Rang, der trotz seines immensen Erfolges keine Feinde habe.

Er selbst sagt über die Funktion des Verlegers: „Psychologe, Geschäftsmann, Lektor, Freund – man muss alles sein.“ Über dies alles,  auch die Zukunft der Literatur und des Mediums Buch, dazu über das Schreiben von Lyrik und Prosa, hat Michael Krüger in Gräfelfing gesprochen und diskutiert.

Michael Krüger, geboren 9.12.43 in Wittgendorf / Sachsen-Anhalt, aufgewachsen in Berlin, dort Verlagsbuchhändler-Lehre, daneben studierte er als Gasthörer Philosophie an der Freien Universität Berlin, Buchhändler in London, Literaturkritiker, wurde 1968 Lektor beim Hanser Verlag, seit 1981 auch Herausgeber der Literaturzeitschrift „Akzente“. Von 1986 bis 2013 war er literarischer Leiter und Verleger des Hanser Verlags.

Seit 2013 Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Etwa 35 Bücher gibt es von ihm, darunter 15 Gedichtbände, zudem Romane, Erzählungen, Essays und Übersetzungen.


Kein Haiku

Eine tote Amsel
vor meinem Fenster.

Ich warte eine Stunde
auf die Umstellung
der Zeit.

„Mein Ziel ist es, den Menschen zu zeigen,
dass ein Tag ohne die Lektüre eines Gedichts
ein verlorener Tag ist.“
(1999)


Pracht und Reichtum eines Angestelltenlebens im Dienst der Weltliteratur.
Wir lieben ein Gedicht nicht deshalb, weil es einen Sachverhalt, ein Gefühl, einen Gedanken auf den Kopf stellt,
sondern weil es einen Sachverhalt, ein Gefühl, einen Gedanken etwas genauer fasst, als es die Umgangssprache zulässt.“


Zur "Rede an die Sprache", Gütersloh 14.5.15 WELT am Sonntag 24.5.15  und   Sächsische Zeitung „Dresdner Reden“ Montag, 02.03.2015 „Jeder Mensch ist ein Stern für sich“ - Michael Krüger hatte im Januar 2015 als Kurator der Poetica I (Über die Macht der Poesie) namhafte Dichter aus aller Welt für eine Woche nach Köln eingeladen - Durch die Bibliothek von Michael Krüger - Suhrkamp-Blog   ZEIT-online: Unser  Verleger von Orhan Pamuk, T.C. Boyle, David Grossman, Michael Frayn, Margriet de Moor, Roberto Calasso, Michael Ondaatje und Milan Kundera - Stuttgarter Zeitung 4.10.2013 „Mir hat immer eine Stunde gefehlt“ -  Münchner Merkur 4.2.13 "Endlich einmal länger nachdenken dürfen" - Interview über seine Zeit beim Cart Hanser-Verlag, die Zukunft des Buchs und des Kultur-Lebens - ZEIT-online: Wie wollen wir lesen; Werkstattgespräch von Julie Zeh mit Michael Krüger und Helge Malchow, 22.11.2012  - Tagesspiegel 9.10.2011  Ich bleibe ein Papiertiger - ZEIT-online 31,10.2011. Das kann doch nur ich; Was denkt Michael Krüger über die Zukunft des Buchhandels? - ZEIT-online 3.6.2010: Entsteht in Not bessere Literatur? Was bleibt von der Buchkultur übrig? Und: Warum lesen wir? - Können Bücher trösten?  -m 3sat 2007 Wozu denn noch lesen, Herr Krüger?ZEIT-online 4.12.2003 Michael Krüger besucht den Verleger Michael Krüger -  DIE ZEIT 04.12.2003, Iris Radisch: Worte im Wind -
 
                                  a) Gustave Flaubert nach dem Leben                                                 b) Schafe sind die besten Leser - sie verstehen nämlich garnichts
  
Bildschirmkopien aus der Video-Reihe bei YouTube Advenskalender

 
Wikipedia - Perlentaucher -

Ein Leseleben im Zeitraffer   YouTube: Miichael Krüger spricht (27 Videos) -
Michael Krüger Adventskalender - das erste Türchen .... das dreiundzwanzigste Türchen - Michael Krüger - Lebenselixier Literatur (Gespräch 2013) - Auf ein Wort (Börsenblatt 6.12.13)

FAZ  18.1.2014 Abschiedsfest im Schloss Bellevue für Michael Krüger,  Küsse, Nasenküsse, Ringkämpfe .- 
SZ 26.2.14
Der Schauspieler und Autor Hanns Zischler bei der Soirée des Bundespräsidenten mit einer Lobrede auf die Zeitschrift Akzente und auf Michael Krüger: " Poetry matters. Die Wette gilt. Dichtung hat etwas zu sagen. ... In seinen Mitteilungen an die Akzente-Leser spricht Michel Krüger Klartext, doch seine Polemik ist immer von staunenswerten Ausflügen in die Literatur durchsetzt,  ...
 



erscheint 6. August 2015

In den Geschichten von MICHAEL KRÜGER geht es nicht ganz geheuer zu. Mit herzbewegender Komik und sanfter Melancholie erzählt er von Zuwendung und Abkehr, von Widersprüchen und Harmonie, von Nähe und Distanz. Und über allem schweift der Blick eines unbestechlichen Beobachters, der auch die hintersten Winkel der Seele durchdringt - und den Leser direkt in seinem Innersten berührt.

Die Autoren sind die eigenen Freunde. Darunter vierzehn Nobelpreisträger.

Michael Krüger beim Hanser-Verlag - beim Suhrkamp-Verlag -
lyrikwelt - Literaturportal Bayern

FIXPOETRY Das Poetische, dieses Licht! - Ein Versuch, dem Ereignis des Gedichts auf die Schliche zu kommen

Lyrikline - Michael Krüger - 10 Gedichte - faust-kultur: Michael Krüger liest "Wo ich geboren wurde" u.a.

SZ-Magazin 51/2010 - Der Mann, der die Tiere mehr liebte als die Menschen - Märchen                                                              


D
ie Frage nach den Ursprüngen dichterischer Inspiration



Das Ungeplante zulassen.
Eine Verteidigung des Dichterischen: Münchner Reden zur Poesie

Seit Februar 1954 ein Stelldichein von
Aphorismus und Essay, Lyrik und Prosa –
und von Sprachen und Autoren aus aller Welt

SZ-Magazin 20/2013: Der Letzte seiner Art
In der 25Jahre-Jubiläumsausgabe vom 11.5.15
ist ein Link zum pdf. dieses Artikels zu finden !
 


 Ein Schreibtisch, ein Stuhl, eine Kamera,                H
err Palomar                                       und das Abschied Nehmen                                                                                                         
   Herr Palomar  
Bildschirmkopien aus den Video-Reihen bei YouTube Michael Krüger spricht und Advenskalender


Krüger ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (München), der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt), der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz), der Akademie der Künste (Berlin) und der Académie européenne de Poésie Mersch (Luxemburg) und im Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels sowie im PEN-Zentrum Deutschland. Die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld und die Neuphilologischen Fakultät der Universität Tübingen verliehen ihm die Ehrendoktorwürde. Er ist Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Lyrik Kabinett und seit 2013 Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Für sein literarisches Werk wurde er u.a. mit dem Peter-Huchel-Preis (1986), dem Prix Médicis étranger (1996), dem Mörike-Preis (2006) und dem Joseph-Breitbach-Preis (2010) ausgezeichnet. 2014 wurde er zum Ehrenbürger Münchens ernannt und erhielt das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.
 

"Man muss Bücher drucken, von denen man weiß, dass sie nur wenige Leser haben werden."

 
 
 

Vielseitigkeit: 1973 spielte Krüger die Hauptrolle inklusive Nacktszene in dem Film Clinch oder das Puppenhaus von Bernhard Sinkel,
»für den dieser nie den deutschen Filmpreis erhalten hat« (Krüger).
 
 
»Die Gesellschaft eines Menschen, der noch nie ein Buch gelesen hat, ist nur mit Alkohol erträglich«

»Der [Satz] stammt von mir. Aber Einstellungen können sich ändern. Früher, zwischen Goethe und 1950, hat jeder Schriftsteller geraucht und getrunken.«

Quelle: SZ-Magazin 20/2013