Dienstag, 3. März 2015
 

Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz  


Dieter Dorn



Foto: C.H.Beck Verlag © Christoph Mukherjee

Spielt weiter!
Mein Leben für das Theater


© Literarische Gesellschaft

Pressebericht


Er ist einer der herausragenden Regisseure und Intendanten unserer Zeit. An den beiden großen Münchner Theatern hat er mit seinen Inszenierungen Theatergeschichte geschrieben. Besucher der Staatsoper konnten auch seine Versionen von Mozart-Opern oder von Bergs „Wozzeck“ erleben. Seit fast 60 Jahren arbeitet er daran, seine Ideen auf der Bühne zu verwirklichen. Welch ein Glück, dass er eine Autobiografie geschrieben hat. Darin gibt er tiefe Einblicke in die Welt des Theaters und der Oper, erzählt vom Leben und der Arbeit mit großen Schauspielern und Ensembles, mit Sängern, Dirigenten, Bühnenbildnern, Autoren, dem Publikum, berichtet von Scheitern und künstlerischem Erfolg. Kritisch und selbstkritisch bringt er auch die Konflikte mit Politikern und Institutionen zur Sprache.

Dieter Dorn
liest aus seinem Buch „Spielt weiter!“ und freut sich auf die Diskussion mit dem Publikum.

Dieter Dorn stammt aus Leipzig. Schauspiel-Ausbildung in Leipzig und Berlin. Nach vielen Stationen als Regisseur kam er 1976 als Oberspielleiter an die Münchner Kammerspiele, war dort von 1983 bis 2000 Intendant, von 2001 bis 2011 Intendant am Residenztheater München.

Zahlreiche Operninszenierungen, so u.a. in Wien, Salzburg, München, Bayreuth, Berlin, Hamburg und New York. Zuletzt Arbeit an Wagners „Ring des Nibelungen“ in Genf. Im Repertoire der Bayerischen Staatsoper 2014/15: Le nozze di Figaro, Così fan tutte.


   

"Man braucht den Glauben an die Schauspieler und an den Text - und nicht an den Kommentar", hat Dorn einmal über eine seiner Botho-Strauß-Inszenierungen gesagt.
 

Selten dagewesen: Am Mittag des ersten Vorverkaufstages waren bereits alle Karten im Saal vergeben.  Auf der Empore und durch zusätzliche Stühle im Nebenraum konnten aber schließlich alle Interessenten Platz finden.


Dompteur einer gemischten Raubtiergruppe
Gisela Stein, Helmut Stange, Doris Schade, Heinz Bennent, Walter Schmidinger, Lambert Hamel, Claus Eberth, Sunnyi Melles, Helmut Griem, Cornelia Froboess, Peter Lühr, Thomas Holtzmann, Rolf Boysen, Charles Brauer, Sybille Canonica, Tobias Moretti, Franziska Walser, Edgar Selge, Axel Milberg, Michael von Au, Jörg Hube, Jürgen Rose ...

Rezensionen
Perlentaucher - " (...) dieses Buch fast nie blosse Selbst-, sondern immer eine Theaterbelobigung ist." Dirk Pilz, Neue Zürcher Zeitung, 03. September 2013
"Amüsante, ehrliche und erhellende Einblicke in einen immens reichen Erkenntnis- und Erfahrungsschatz." Sabine Leucht, Süddeutsche Zeitung, 17. April 2013
"Ein Theaterbegeisterungsbuch, geschrieben von einem Theaterglückspilz und Theaterbeglücker." Christine Dössel, Süddeutsche Zeitung, 3. April 2013
Online-Merker - Lesung auf BR2 - zehnSeiten.de-Lesung - Hannoversche Allgemeine - Nachtkritik - focus - Die WELT - OVB - NZZ  -
 


Geboren 1935 in Leipzig.
Aufgewachsen in Leipzig als Arbeiter- und Bauernkind, entwickelte sich Dieter Dorn zu einer der bedeutenden Persönlichkeiten der jüngeren deutschen Theatergeschichte. Musste er zu Beginn seiner Karriere – am Staatsschauspiel Hannover – wegen ungebührlichen Verhaltens gehen, so legte sich ein paar Jahrzehnte später der bayerische Kultusminister persönlich ins Zeug, um ihn fürs Münchner Residenztheater zu gewinnen.

Dieter Dorn erzählt in seiner spannenden Biographie von seinen holprigen Anfängen als Schauspielschüler, der Begegnung mit Bertolt Brecht, seiner Flucht aus der DDR, der Arbeit als Regisseur an Bühnen wie Essen, Hamburg und Berlin, an Opernhäusern wie Wien, Salzburg und der New Yorker Met und natürlich von seiner Zeit als Intendant an den Kammerspielen und dem Residenztheater in München. Er beschreibt eindrücklich, wie intensiv und fordernd sich jede Annäherung an einen Bühnenautor und dessen Werk gestaltet, die wie neue Kontinente erschlossen werden wollen.

Breiten Raum nehmen in Dieter Dorns Erinnerungen die Ensembles ein, mit denen er versucht hat, gemeinsame künstlerische Visionen zu verwirklichen. So begegnen wir in diesem reich bebilderten Werk vielen seiner Protagonisten und Weggefährten wieder - unter ihnen Gisela Stein, Sunnyi Melles, Heinz Bennent, Helmut Griem, Thomas Holtzmann, Rolf Boysen, aber auch sein Bühnenbildner Jürgen Rose -, von denen einige, wie etwa Cornelia Froboess, auch selbst zu Wort kommen.

Kritisch und selbstkritisch berichtet Dieter Dorn schließlich von seinen Konflikten mit Institutionen, Politikern und Kollegen, vom Scheitern und vom künstlerischen Erfolg und immer wieder von der ungebrochenen Freude an einem Leben für das Theater.

© Verlag C.H.Beck
 


Dieter Dorn - ein Leben im Theater


1954 besuchte Dieter Dorn die Theaterhochschule in seiner Heimatstadt Leipzig.
1956 verließ Dorn aus politischen Gründen die DDR und setzte seine Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in West-Berlin fort.
1958 wurde Dorn als Regieassistent, Dramaturg und Schauspieler am Landestheater Hannover engagiert.
1961-1964 freier Mitarbeiter, Reporter und Sprecher beim NDR
1964 Erster Spielleiter und Dramaturg am Landestheater Hannover
1968-1970 Regiearbeiten an den Theatern in Essen, Oberhausen, Basel und am Wiener Burgtheater
1971 Regisseur am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg
1972 begann Dorns Mitarbeit an der Staatlichen Schauspielbühne Berlin mit einigen erfolgreichen Inszenierungen, unter anderem Genets "Die Zofen".
1976 wurde Dorn Oberspielleiter der Münchner Kammerspiele.
1979 gab Dorn an der Wiener Staatsoper sein Debüt als Opernregisseur.
1983 übernahm er als Nachfolger von Hans-Reinhard Müller die Intendanz der Münchner Kammerspiele, ohne seine Regiearbeit aufzugeben.
1988 Gründungsdirektor der Stuttgarter Theaterakademie
1999 gab es in München eine öffentliche Debatte, als Münchens Kulturreferent Julian Nida-Rümelin die Verlängerung von Dorns Vertrag bis 2003 abgelehnt und Frank Baumbauer als Dorns Nachfolger an die Kammerspiele geholt hatte.
2001 übernahm Frank Baumbauer die Intendanz der Kammerspiele und Dorn wurde Nachfolger von Eberhard Witt als Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels. Einige Schauspieler das Kammerspiel-Ensembles wechselten mit Dorn über die Maximilianstraße ins Staatsschauspiel.
2007 wurde der Österreicher Martin Kušej als Dorns Nachfolger präsentiert.
2011 endete Dorns Intendanten-Ära am Staatsschauspiel. Martin Kusej übernimmt ab Herbst 2011.


Zusammenstellung aus dem BR Juli 2011 und Mai 2013
 

Wikipedia - Bayerische Staatsoper - Süddeutsche Zeitung - ZEIT-online - Spiegel-online - BR - Die WELT -
Interviews: ZEIT-Magazin - FAZ - alpha-Forum - Deutschlandradio Kultur - WDR - SWR2 -
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Programmhefte Dieter Dorn Münchner Kammerspiele Schauspielhaus

Das Theaterbuch des Jahres         

Die Intendanz von Dieter Dorn am Bayerischen Staatsschauspiel

Das Kernensemble erzählt von der »Familie« und vom großen »Patriarchen«


Theater der Menschlichkeit

Dorn erhielt 1972 die Kainz-Medaille der Stadt Wien und den Deutschen Kritikerpreis. Er wurde zum Münchner Künstler des Jahres 1976 gewählt und bekam den Kulturellen Ehrenpreis der Landeshauptstadt München 1993. Seit 2001 ist er Mitglied im Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst. 2008 erhielt er (bei der Wiedereröffnung des Münchner Cuvilliés Theaters) von Thomas Langhoff (Direktor der Sektion darstellende Kunst der Akademie der Künste Berlin) die Tabatiere „Büchse der Pandora“ aus dem Nachlass von Boleslaw Barlog. 2009 erhielt er die Bayerische Verfassungsmedaille in Gold, 2011 das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland. Dorn ist seit 1979 Mitglied der Berliner Akademie der Künste und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Seit 1986 ist er bei letzterer Direktor der Abteilung für darstellende Kunst.
Ausverkaufte Häuser und ein treues Publikum – das hat der Theaterregisseur und Intendant in München in über 30 Jahren erreicht und gehalten. Er brauchte seinen "Wunderwesen", wie er Schauspieler nennt, nur eine „Spur legen“ und sie fingen an, das Publikum zu verzaubern. - Quelle: WDR
Foto: WDR privat

Shakespeare, Was ihr wollt
"If Musicke be the food of Love, play on"
"Wenn die Musik der Liebe Nahrung, spielt weiter"
 [übers. August W. Schlegel],