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Aschermittwoch,
22. Februar 2012 |
Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz |
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Bei Erich Kästner muss man nicht auf ein Jubiläum warten. Er ist als Schriftsteller, Drehbuchautor und Autor von Kabarett-Texten so wichtig, dass man auch den 113. Geburtstag am 23. Februar zum Anlass für einen musikalisch-literarischen Abend nehmen kann. GRÄGS und Literarische Gesellschaft veranstalten diesen Abend gemeinsam. Hochkarätige Künstler haben zugesagt: Dagmar Nick, Schriftstellerin und Lyrikerin, Tochter des Kästner-Komponisten und Kästner-Freundes Edmund Nick, die Schauspielerin, Kabarettistin, Sängerin und Regisseurin Susanne Brantl, der Schriftsteller, Chansonsänger und Gitarrist Anatol Regnier und der Pianist und renommierte Liedbegleiter Gerold Huber. Sie alle bieten Lieder und Songs Kästners mit Musik von Edmund Nick. GRÄGS-Chef Johannes Glötzner wird sein neues Buch „Auf Erich Kästners Spuren in München“ vorstellen. Freuen Sie sich auf einen vergnügten und nachdenklichen Abend zu Ehren eines großen und originellen deutschen Autors. |
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Fast 40 Jahre nach seinem Tod "gilt es
noch immer, einen der vielseitigsten deutschen Autoren neu zu
entdecken: den Satiriker, Lyriker und Moralisten
Erich Kästner (1899-1974).
Als politischer Publizist war er Mitarbeiter der "Weltbühne", er
schrieb "Gebrauchslyrik" und veröffentlichte Theaterstücke und
Filmdrehbücher. Durch seine Kinderbücher ist er heute populärer als durch
seinen satirischen Roman
Fabian. Im "Dritten Reich" gehörte Kästner
zu den "verbrannten Dichtern", ohne zu emigrieren. Seine Lebensgeschichte
ist eng verbunden mit den gesellschaftlichen Verhältnissen seiner Zeit."
Quelle:
Die Zeit ist kaputt. Die Lebensgeschichte des Erich Kästner
- Mittlerweile sind zahlreiche Schulen nach
"Deutschlands hoffnungsvollstem Pessimisten" (Marcel
Reich-Ranicki) benannt.
"Einige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs
saßen in der Münchner Reitmorstraße so viele Menschen, wie der dort gerade
notdürftig hergerichtete Theaterraum nur fassen konnte. Draußen lagen noch
die Schuttberge in den Straßen, drinnen hüllte man sich in Erinnerungen
und in warme Mäntel. Der Raum war so kalt wie das Leben in dieser Zeit.
Und doch war die "Schaubude", so hieß das kleine Theater, eine Wärmestube
des Herzens. |
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Wikipedia -
Biographie -
Who's who
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Uni Karlsruhe Daten -
Erich Kästner
Gesellschaft -
Erich Kästner und das Kabarett -
Erich Kästner
Museum -
Erich Kästner
Bibliothek -
„Die
Zeit fährt Auto"
-
Die
Entwicklung der Menschheit - Im Erich-Kästner-Zimmer, einem Turmzimmer der Internationalen Jugendbibliothek im Schloss Blutenburg, veranschaulichen 500 Originalausgaben in ca. 50 Sprachen das internationale Wirken des herausragenden Kinderbuchautors. |
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Der Komponist, Dirigent und Musikschriftsteller Edmund Nick (1891-1974), ein Rundfunkpionier der ersten Stunde, schrieb Lieder, Chansons, Bühnen- und Filmmusiken, Operetten, Musik für Lustspiele (Das kleine Hofkonzert), Musikkritiken u.a. für die Neue Zeitung, Die Welt und 1963–1973 für die Süddeutsche Zeitung. Aldo von Pinelli, Mascha Kaléko, Werner Finck u.a. schrieben Texte für diesen feinnervigen und vielseitigen Komponisten, vor allem aber Erich Kästner. Nick, ein promovierter Jurist, wurde 1921 Kapellmeister der Schauspielbühnen in Breslau, 1924-1933 Musikalischer Leiter des Breslauer Senders. 1929 entstand in Zusammenarbeit mit Erich Kästner das Funkspiel, das später die Bühnen erobern sollte: Leben in dieser Zeit. Es war eine glückliche Zeit und der Beginn einer lebenslangen Freundschaft. Im Berliner Kabarett von Werner Finck Die Katakombe war Nick von 1933-35 musikalischer Leiter, ehe Kästner und er von den Nationalsozialisten verboten wurden. Von 1936 bis 1940 war er Chefdirigent am Großen Schauspielhaus, Berlin. Ab Herbst 1945 übernahm Nick zusammen mit Erich Kästner und Rudolf Schündler Aufbau und Leitung des Kabaretts Die Schaubude in München. Nick wurde 1947/1948 zum Chefdirigenten der Bayerischen Staatsoperette ernannt. Von 1949 bis 1952 hatte er eine Professur an der Münchner Musikhochschule inne. Von 1952 bis 1956 leitete er die Hauptabteilung Musik am WDR Köln.1969 entstand die Vertonung des Kästner-Gedichtzyklus Die 13 Monate. Am Ende hatte Edmund Nick mehr als 60 Chansons von Erich Kästner vertont. Die geistvolle, harmonisch und klanglich preziös pointierte Musik Edmund Nicks verdient es, immer wieder entdeckt zu werden ... |
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Der 33-jährige Edmund Nick, seit 1924
Leiter der Musikabteilung des Breslauer Rundfunks, und sein acht Jahre
jüngerer Freund, der aus Dresden stammende Dichter Erich Kästner, standen
damals vor einer echten Herausforderung: Auf der einen Seite die weltweit
herrschende Depression, auf der anderen die Forderung nach einer eigenen,
den technischen Möglichkeiten des Rundfunks angepassten musikalischen
Ausdrucksform. Wie ist es möglich, die realen Existenzängste der Gegenwart
mit Hilfe dieser neuen, noch zu entwickelnden Hörästhetik zum Ausdruck zu
bringen? Das Resultat der gemeinsamen Überlegungen von Nick und Kästner
ist „Leben in dieser Zeit“, eine lyrische Suite in drei Sätzen, für die
Kästner eine Reihe von Gedichten zusammenstellt und mit Dialogen in
Versform verzahnt. Nick liefert hierzu die passende, farbenreiche
Komposition, die sich einerseits musikalisch auf der Höhe der Zeit
befindet und sich andererseits vieler Zitate aus der klassischen und
volkstümlichen Musikliteratur bedient. Hinzu kommen Geräusch- und
Musikmontagen, sodass am Ende ein Werk entsteht, das in der Tat mit den
damaligen Möglichkeiten der Sendetechnik umgesetzt werden kann. Das
Experiment gelingt: Am 14. Dezember 1929 geht „Leben in dieser Zeit“ über
die Antennen des Senders Breslau und ist so erfolgreich, dass das Stück in
den Folgejahren mehrfach umgearbeitet werden muss, bis am Ende sogar eine
Bühnenfassung entsteht.
Quelle nmz |
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Schwabinger Kunstpreis 2012: Der Chansonnier, Rezitator und Schriftsteller Anatol Regnier erhält den Ehrenpreis. Begründung: Anatol Regnier - Enkel des berühmten Frank Wedekind zu sein ist kein leichtes Los. Anatol Regnier wurde 1945 als Sohn der Wedekind-Tochter Pamela und des Schauspielers Charles Regnier geboren. Und er lässt sich nicht von der Namens-Bürde eines bekannten Schriftsteller- und Schauspieler-Clans erdrücken, sondern arbeitet sie exemplarisch auf. Seine Musik-Begabung hat er in einer Karriere als Gitarrist und Gitarren-Dozent verwirklicht. Als Chansonnier und Rezitator hat er die Lieder seines Großvaters wiederbelebt. Seit 1997 hat er sich einen Namen als Schriftsteller auf biografischen Spuren gemacht. Nach seinem Erstling „Damals in Bolechow“ hat er sich als Historiograf seiner Familiengeschichte gewidmet - mit einem Buch über seine Großmutter Tilly Wedekind und ihre Töchter Kadidja und Pamela, seine Mutter, und mit einer ebenso spannenden Biografie Frank Wedekinds. Regnier bleibt stets ein distanziert abwägender, genauer Erzähler, ohne verwandtschaftliche Sentimentalitäten. Dadurch und mit seinen Vortragsabenden erhält er ein Stück Münchner und Schwabinger Kulturgeschichte lebendig. |
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| Das Leben ohne Zeitverlust Theaterstück mit Chansons - (mit Texten von Erich Kästner in der Vertonung von Edmund Nick) - SZ: Räumen und träumen: Susanne Brantl entdeckt Nachkriegs-Lieder von Kästner "Die Schauspielerin Susanne Brantl haucht den Liedern bei der szenischen Uraufführung in der Black Box des Gasteigs so souverän und selbstverständlich neues Leben ein, als seien sie einst für sie persönlich geschrieben worden".- AZ: Das Herz ist tot, die Bluse ist lebendig - Gasteig: Susanne Brantls Kästner/Nick Schauspiel mit Chansons; tz: Susanne Brantl fasziniert durch staunenswerte Wandlungsfähigkeit nicht nur mit ihrer Stimme, die vom warmen Timbre blitzschnell in kämpferische Schärfe wechseln kann. Sie beherrscht sämtliche Facetten zwischen verlorenem Kellerkind, tüchtiger Trümmerfrau und frivolem Vamp. | ||||
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Die Schaubude war ein weithin bekanntes deutsches Kabarett der Nachkriegszeit in München. Gründer waren der Schauspieler und Regisseur Rudolf Schündler und der Schauspieler Otto Osthoff. Letzterer stieg jedoch nach vier Programmen aus. Mit dem ersten Programm „Der erste Schritt“ am 15. August 1945 als Gastspiel in den Münchner Kammerspielen wurde zum ersten Mal nach dem Krieg in diesem Haus wieder eine deutsche Aufführung gezeigt. Vorher diente das Theater den Amerikanern als Casino. Ab dem 12. April 1946 spielte das Ensemble dann im Theater in der Reitmorstraße in München. Mit rund 700 Plätzen verfügte dieses über einen für ein Kabarett ungewöhnlich großen Raum. Die Hauptautoren der Schaubude waren Erich Kästner, Axel von Ambesser, Herbert Witt und Hellmuth Krüger. Letzterer conferierte auch die meisten Schaubuden-Programme. Weitere Autoren waren: Franziska Bilek, Jürgen von Hollander, Hans Leip, Heinz Pauck (unter dem Pseudonym "Christian Schürhoff") u.a. Die Musik schrieben Edmund Nick, Karl von Feilitzsch, Bernhard Eichhorn, Lothar Brühne u.a., Bühnen- und Kostümbildner waren Gustav Tolle, Günther Strupp, Irmgard Becker und Susa Schlieper. Zum Ensemble gehörten u.a. die Damen: June Card, Gisela Fackeldey, Monika Greving, Margarete Haagen, Ursula Herking, Eva Immernann, Ruth Kappelsberger, Barbara Pleyer, Herta Saal und Petra Unkel. Zu den männlichen Ensemblemitgliedern zählten neben Rudolf Schündler, u.a. Hellmuth Krüger und Otto Osthoff. |
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Dem damaligen Ensemble gehörten Erich Kästner als Hausdichter
und Edmund Nick als Hauskomponist an. Außerdem schrieben Axel von Ambesser
und Herbert Witt zeitkritische Szenen und Texte. Zu den Akteuren, die sie
auf der Bühne spielten und vortrugen, zählten u.a.: Ursula Herking, Karl
John, Bum Krüger, Hellmuth Krüger und Karl Schönböck. 1948, kurz nach der
Währungsreform, ging die Schaubude zugrunde. »Wir haben sie geliebt, die
Frühverstorbene«, erinnert sich Erich Kästner. »Sie ging nicht nur ein wie
ein welker Primeltopf. Sie ging außerdem ein: in die Geschichte des
deutschen Kabaretts …« |
Atmosphärische Konflikte Die Bäume schielen nach dem Wetter. Sie prüfen es. Dann murmeln sie: 'Man weiß in diesem Jahre nie, ob nun raus mit die Blätter oder rin mit die Blätter oder wie?' Aus Wärme wurde wieder Kühle. Die Oberkellner werden blaß und fragen ohne Unterlaß: 'Also, raus mit die Stühle oder rin mit die Stühle oder was?' Die Pärchen meiden nachts das Licht. Sie hocken Probe auf den Bänken in den Alleen, wobei sie denken: 'Raus mit die Gefühle oder rin mit die Gefühle oder nicht?' Der Lenz geht diesmal auf die Nerven und garnicht, wie es heißt, ins Blut. Wer liefert Sonne in Konserven? Na, günstigen Falles wird doch noch alles gut. Es ist schon warm. Wird es so bleiben? Die Knospen springen im Galopp. Und auch das Herz will Blüten treiben. Drum, raus mit die Stühle und rin mit die Gefühle, als ob! |
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Und zum Schluss: Johannes Glötzner |
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