Mittwoch, 24. März 2010
20.00 Uhr

Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz 


Prof. Dr. Metin Tolan


Foto:© Huhn/TU Dortmund

So werden wir Weltmeister
Die Physik des Fußballspiels

 

Eintritt: 9
Schüler und Studenten: 5
Schülergruppen: 3 pro Person
Mitglieder:  frei

 

Fußballfans:
DFB-Pokalhalbfinale
zwischen Schalke 04 und Bayern München

bitte aufzeichnen
und zu uns kommen !

Im Sommer 2010 findet in Südafrika die nächste Fußball-Weltmeisterschaft statt. Fußball und Physik – Sport und Naturwissenschaft: auf den ersten Blick zwei Gebiete, die nicht viel gemeinsam haben. Wagt man jedoch wie Metin Tolan, der Dortmunder Professor für Experimentelle Physik und Deutschlands verwegenster Physik-Erklärer, einen zweiten Blick, eröffnen sich vielfältige Gemeinsamkeiten. Fußball hängt nämlich eng mit jeder Menge physikalischer Gesetze zusammen. Der unterhaltsame Vortrag soll zeigen, dass Fußball ein einfaches Spiel ist, solange man keine Fragen stellt. Hier werden aber Fragen gestellt und beantwortet:

  • Warum ist Deutschland nicht Weltmeister geworden?

  • Wieso sind genau zehn Feldspieler auf dem Platz?

  • War das Wembley-Tor wirklich ein Tor?

  • Warum macht man die Tore nicht größer?

  • Warum kann ein Ball schneller fortfliegen als der Fuß, der ihn tritt?

  • Was bestimmt die Flugkurve eines Fußballs?

  • Wie funktioniert die Bananenflanke?

  • Ist Fußball vielleicht nur ein reines Glücksspiel?

  • Wieso gibt es immer wieder falsche Abseitsentscheidungen?

  • Wie kann man einen Fußball möglichst weit schießen?

  • Wann lohnt sich eine Notbremse?

  • Gibt es eine optimale Reihenfolge der Schützen bei einem Elfmeterschießen?

Am Ende wird gezeigt, dass in der "WM-Formel", die vor vier Jahren präsentiert wurde, ein bedauerlicher Fehler steckte.

2010 in Südafrika werden unsere Jungs den Pokal holen, und wir werden wirklich WELTMEISTER. Garantiert! Die Mathematik ist objektiv und unbestechlich ...

Erscheint: März 2010
  

»So ist Fußball. Manchmal gewinnt der Bessere.« Was Lukas Podolski nach der WM-Niederlage 2006 gegen Italien zerknirscht bekannte, kann  Metin Tolan beweisen: Fußball ist der ungerechteste Sport der Welt. Würden sich auf dem grünen Rasen nämlich je 11 Physiker begegnen, wäre Schluss mit falschen Abseitsentscheidungen, Bananenflanken ins Aus und schlecht positionierter Abwehr. Denn die Physik kann, was Netzer und Co. nur versuchen: Fußball erklären. Wer hätte gedacht, dass im Elfmeterschießen die Reihenfolge der Schützen entscheidend ist? Und wer wagt vom Wembley-Tor 1966 zu behaupten: »Der könnte drin gewesen sein«? Metin Tolan wagt es! Und lüftet zum WM-Jahr 2010 absolut unbestechlich alle Geheimnisse rund ums runde Leder.
  (Verlagstext)      

Metin Tolan 1965 als Sohn deutsch-türkischer Eltern in Oldenburg geboren. Von 1984 bis 1989 studierte er an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Physik und Mathematik. Im Jahr 1993 schloss er dort seine Promotion im Bereich Röntgenstreuung ab. Es folgten Forschungsaufenthalte in den USA, bevor er 1998 an der CAU Kiel habilitierte. Er ist seit 2001 Professor für Experimentelle Physik an der Technischen Universität Dortmund. Im gleichen Jahr übernahm er zusätzlich die Leitung des Instituts für Beschleunigerphysik und Synchrotonstrahlung. In dieser Funktion hat Tolan in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, DELTA, die weltweit einzige an einer Universität beheimatete Synchrotonstrahlenquelle, zu einer hoch frequentierten und stark nachgefragten Forschungsservice-Einrichtung zu entwickeln. Tolan ist Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rats des Deutschen Elektronik-Synchrotons DESY in Hamburg. Er ist außerdem Vorstandsmitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und Mitglied im Lenkungsausschuss des Internetportals "Welt der Physik". Er ist seit 2003 ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften. Er war von 2004 bis 2008 Dekan seiner Fakultät an der TU Dortmund und ist seit September 2008 dort Prorektor für Forschung. Er ist u.a. auch Vorstandsmitglied der Gesellschaft zur Förderung der Analytischen Wissenschaften e.V. und Mitglied im Kuratorium des Max-Planck-Instituts für molekulare Physiologie, Dortmund. -
Seine Leidenschaften sind neben der Physik Fußball und James-Bond-Filme. Seit Jahren geht der bekennende James-Bond-Fan den technischen Spielereien in den Filmen auf den Grund und lässt seine Studenten die physikalische Wahrscheinlichkeit verschiedener Stunts berechnen. Die Vorträge, die er über diese aufregende Mischung hält, werden vom Publikum gefeiert. Er hält auch Vorträge zu Themen wie „Lachen Sie mit Stan und Olli! – oder Physik macht Spaß!“, „Die Physik bei Star Trek“ oder "Titanic - Mehr als nur ein Untergang". und vergleicht die Filme auch mit der tatsächlichen historischen Realität (z. B. RMS Titanic), Die Vorträge sind populärwissenschaftlich, so dass auch Laien den Vorträgen folgen können. Sie sind zugleich Werbung für das Fach Physik.
Zusammen mit Joachim Stolze und Studenten der TU Dortmund veröffentlichte er im Piper Verlag »Geschüttelt, nicht gerührt«. Dieses Buch über die Physik in James-Bond-Filmen wurde zum Überraschungsbestseller. So untersucht Tolan zum Beispiel wie es Bond gelingt mit seiner Uhr die Reißverschlüsse schöner Frauen zu öffnen.
Ausführlicher Lebenslauf - Wikipedia - Handelsblatt - Zentrum für Synchrotronstrahlung - Kunst-Produkt.de: Was hat Sie in letzter Zeit besonders berührt ?

Foto: dpa - aus Spiegel-online
Fussball physikalisch -
     
Welt der Physik: u.a.:Wieso ist die Bananenflanke krumm ? Spiegel-online: Das Geheimnis der Bananenflanke -   3sat: Fußball im Fokus, u.a..: Erst ein lahmer Tritt lässt Fußbälle richtig flattern - 3sat: Tolan: "Man muss den Ball flach halten, damit er möglichst weit fliegt." r = (v0·t·cosα,  v0·t·sinα - 1/2·g·t2) mit der Anfangsgeschwindigkeit v0, dem Abwurfwinkel α, der Zeit t und der Erdbeschleunigung g (9,81 m/s2).  
Spiegel-online: Fußball ist Glücksspiel - stern: Wissenschaft mit Kick - sport-ARD: Ballacks Hammerschuss - Physik des Wembley-Tors - SZ. Zerstörte Bundesliga-Mythen - Focus: Metin Tolan berechnet mit der Poisson-Verteilung die Siegchancen unserer Kicker  SZ. Wir sind Weltmeister -

Nie war die Vermittlung physikalischen Wissens aufregender. Seit 13 Jahren geht Professor Tolan den technischen Spielereien aus den Bond-Klassikern auf den Grund und fühlt den Kompetenzen des Supertüftlers Q auf den Zahn: Kann man wirklich mit einem Raketenrucksack durch die Luft fliegen? Dass sich 007 bei seinen atemberaubenden Stunts nie den Hals bricht, ist nämlich nicht Glück, sondern angewandte Physik. Zusammen mit ihren Studenten berechnen Metin Tolan und Joachim Stolze Geschwindigkeiten von Verfolgungsjagden und Flugkurven rasender Autos und beantworten schließlich auch die Frage aller Fragen: Warum muss der Wodka-Martini geschüttelt sein und nicht gerührt?


Foto: Stiftung PHÄNOMENTA Lüdenscheid -
Laut "meinProf.de" bester Prof der Uni Dortmund: Metin Tolan.


Liebesgrüße aus dem Physiksaal. -Wie funktioniert die Röntgenbrille, mit der James Bond sehen kann, ob die Dame am Roulettetisch eine Pistole im Strumpfband trägt? Kann man wirklich einem abstürzenden Flugzeug hinterher springen und im Weltraum eine gigantische Laserwaffe installieren?

wdr.de; Gestatten, Bond: Physiker und Genießer - Spiegel-online: Warum Bonds Reißverschluss-Trick brandgefährlich ist - stern. Professor 007 - news.de: Ein Professor erklärt ...


Metin Tolan: Kann man beamen ?
:“Beamen verstößt nicht gegen physikalische Grundgesetze. Dazu muss Masse in Energie verwandelt werden. Allerdings würde die Erzeugung dieser Energie das zu beamende Objekt auf mehrere Milliarden Grad erhitzen.“

  u.a. über WARP-Antrieb
Beim Reisen mit Warp-Antrieb bewegt man selbst sich nicht, stattdessen wird der Raum gekrümmt (vom engl. warp „verzerren“). „Man macht dann nur einen kleinen Schritt und ist an einem ganz anderen Ort. Allerdings benötigte man fürs Warpen die Energie von 20 bis 100 Sonnen“, sagt Metin Tolan.