Dienstag, 20. April 2010
20.00 Uhr

Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz 


Dr.
Rupert Neudeck


Foto: Kölner Stadt-Anzeiger

Die Kraft Afrikas

Warum der Kontinent
noch nicht verloren ist

Eintritt: 9
Schüler und Studenten: 5
Schülergruppen: 3 pro Person
Mitglieder:  frei


Viele Länder der „Dritten Welt“ haben in den letzten Jahrzehnten ihre Situation verbessern können. Für die meisten Staaten in Afrika allerdings gilt dies trotz westlicher Entwicklungshilfe nicht. Rupert Neudeck analysiert die heutige Situation, er kann dabei auf vielfältigen eigenen Erfahrungen aufbauen. Er macht kein Hehl aus seiner Empathie für Afrika und fordert vehement eine andere Afrikapolitik, die viel stärker als bisher auf Eigeninitiative von unten setzen sollte als auf Entwicklung von oben. Der Journalist, der sich seit vielen Jahren  für humanitäre Projekte einsetzt, plädiert für die „Kraft Afrikas“.

Rupert Neudeck stammt aus Danzig, hat u.a. Philosophie und katholische Theologie studiert und 1972 promoviert. Er ist Journalist und war Redakteur beim Deutschlandfunk. 1979 gründete er das „Komitee Cap Anamur Deutsche Notärzte“, mit dessen Hilfe Tausende vietnamesischer Flüchtlinge gerettet werden konnten. Jetzt engagiert er sich für die Hilfsorganisation „Grünhelme“, die in vielen Ländern Afrikas aktiv ist.  




Erscheint am 23. März 2010

„Ndio, tuna weza“ Yes we can.

Afrika hat Vieles, was wir in Europa als Entlastung und Ausgleich brauchen: Öl und wichtige Rohstoffe im Überfluss, eine wunderschöne Natur, gute landwirtschaftliche Produkte, die noch nicht durch Chemikalien verseucht sind und viel Sonne und Wind für alternative Energien. Und es besitzt zahlreiche Menschen, die ehrgeizig sind und ihre Situation verbessern wollen. Aber der Kontinent ist auch belastet durch das Erbe von Kolonialismus und Sklaverei und durch die Misswirtschaft der meisten afrikanischen Regierungen in den letzten 50 Jahren. Das Fehlen verantwortlicher politischer Eliten ist für Rupert Neudeck die wichtigste Ursache der afrikanischen Misere, aber auch die westliche Entwicklungspolitik ist reformbedürftig. Der Gründer von CAP ANAMUR kennt die Probleme der humanitären Hilfe seit vielen Jahren aus eigener Anschauung und spart nicht mit Kritik an der Selbstbezogenheit vieler Hilfsorganisationen. Vor allem aber plädiert er im Jahr der afrikanischen Fußballweltmeisterschaft dafür, endlich den kolonialen Blick abzulegen und mehr Vertrauen zu haben in die „Kraft Afrikas“.

Deutschlandradio Kultur: 14.2.10 Hoffnung für Afrika? Ein Kontinent zwischen Aufbruch und Flucht - R. Neudeck und U. Eid im Gespräch mit M. Albath
Wenn es um Afrikas Zukunft geht, dann spürt Rupert Neudeck gelegentlich noch „den heimlichen alten Europäer in mir”, der ihm rät, den Afrikanern unsere Lebensart aufzuzwingen. Aber genau das Denken sei einer der Gründe, warum es in weiten Teilen jenes gewaltigen Kontinents trotz jahrzehntelanger Aufbau- und Entwicklungshilfe noch immer im Argen liegt.

Nie aufgeben - Mit Rupert Neudeck im Kongo - Ein Film im WDR

Schulen, Schulen, Schulen und Straßen


Nach 15 Jahren Bürgerkrieg: ein Land im Chaos
"Das Allerwichtigste ist Bildung" sagt Rupert Neudeck zur Situation in der Demokratischen Republik Kongo. Der Begründer von "Komitee Cap Anamur" und "Grünhelme" arbeitet seit Jahrzehnten dort, wo andere aufgeben. Seine Ziele und die seines Teams: akute Not lindern und in den Krisen- und Kriegsregionen der Welt schnell und unbürokratisch helfen. In der Demokratischen Republik Kongo will er jetzt eine Schule bauen. Kein einfaches Vorhaben. Nach 15 Jahren Bürgerkrieg ist das Land im Chaos versunken. Gewaltbereite Rebellengruppen erschweren den Aufbau, traumatisierte Kindersoldaten und Frauen, die von Soldaten vergewaltigt wurden, tragen die Last. Es fehlt an Nahrung, Infrastruktur, Demokratie und Bildung. Doch Rupert Neudeck ist überzeugt, dass auch hoffnungslose Situationen zu bewältigen sind. Resignation gestattet er sich nicht, er gibt nie auf.
(Quelle: wdr)

ARD:
Ein Krieg in Afrika - die Strippenzieher in Deutschland -                             Interaktiver Weltatlas

Cap Anamur Homepage des von Rupert Neudeck gegründeten Hilfskomitees - Rede von Rupert Neudeck zum 30jährigen Jubiläum 2009
1979 gründeten Christel und Rupert Neudeck mit Freunden das Komitee "Ein Schiff für Vietnam" - und charterten für die Rettungsmission den Frachter "Cap Anamur" benannt nach einem Kap an der türkischen Küste. Aus dem Schiff wurde eine beherzte, spontane und bis heute unbürokratische Feuerwehr im humanitären Dienst.
Grünhelme
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Homepage des von Rupert Neudeck mitgegründeten Peace-Corps junger deutscher Muslime und Christen
Deutschlandfunk: Das kleine Guantanamo der EU in Mauretanien -
3.3.10 Ruanda - Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat bei seinem Ruanda-Besuch erklärt, Frankreich habe während der Zeit des Völkermords 1994 Fehler gemacht. Rupert Neudeck, Chef der Hilfsorganisation "Grünhelme", wertet dieses Eingeständnis als großen Gewinn.

Die Reise nach Nouadhibou - Von Rupert Neudeck und Thomas Just „Europa nimmt unsere Rohstoffe, aber nicht unsere Menschen auf“ Gespräch mit dem Pfarrer in Nouadhibou, Father Jerome Dukayio - Aufgezeichnet von Rupert Neudeck (quelle: Grünhelme)

 

Frankfurter Rundschau: Heinrich-Böll-Biographie Der Anti-Sartre Von Rupert Neudeck

 
CDU/CSU-Kongress Juni 2009 "Afrika und Deutschland", u.a. mit Rupert Neudeck



Christel und Rupert Neudeck
Foto: Gütersloher Verlagshaus